Rückschlag
11/20/2011

Musik-Streaming: 234 Labels steigen aus

Angst vor Kannibalisierung anderer Vertriebswege

Wie die britische STHoldings Ltd. bekannt gegeben hat, würden sich mehr als 200 Musik-Labels aus den Streaming-Diensten Spotify, Simfy, Rdio und Napster zurückziehen. STHoldings ist ein auf elektronische Musik spezialisierter Distributor von Independent-Labels und vertritt dabei unter anderem Hessle Audio, Skull Disco oder Mordant Music. Nur vier der insgesamt 238 kooperierenden Labels wollen ihre Künstler weiter bei Musik-Streaming-Diensten vertreten sehen.

Die große Mehrheit dürfte von einer Studie von NPD Group und NARM verängstigt worden sein, über die Digital Music News berichtet hat. Aus dieser soll hervorgehen, dass sich Musik-Streaming negativ auf den Absatz anderer Vertriebswege (MP3, CD, etc.) auswirken würde. Außerdem befürchten einige, dass die "Besonderheit ihrer Musik" bei Streaming-Diensten leiden würde, weil sie Gratis-Charakter bekomme. Ein Label ließ die Öffentlichkeit in sehr drastischer Sprache wissen: "Let’s keep the music special, fuck Spotify.”

Studie missinterpretiert?
Spotify hat gegenüber dem britischen Online-Magazin "The Wire" reagiert. Die Studie sei falsch interpretiert worden, zudem sei Spotify zum Zeitpunkt der Erhebung erst ein paar Tage in den USA verfügbar gewesen. Deswegen könne sich die Studie gar nicht auf Spotify beziehen und würde die Firma gar nicht erwähnen.

Wie Spotify auch gegenüber Wired sagte, hätte man nach wie vor die breite Unterstützung der Musikindustrie und große Zuversicht, dass die Einnahmen für Labels und Künstler mit dem weiteren Ausbau der Nutzerschaft wachsen würden.

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