Digital Life 14.02.2018

Nach TV-Werbung: Amazon Echo bestellte Katzenfutter

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Ein britischer Nutzer des Amazon Echo wollte eine Werbekampagne für den Lautsprecher verbieten lassen, nachdem sein Gerät versuchte, aufgrund entsprechender Befehle in einem TV-Spot, Katzenfutter zu bestellen.

In dem Amazon-Spot, der in Großbritannien ausgestrahlt wird, werden Alexa-Nutzer in unterschiedlichen Alltagssituationen gezeigt. In einer hört man einen Mann sagen: „Alexa, bestelle Purina Katzenfutter nach.“ Der Befehl aus dem TV-Gerät hat offenbar dazu geführt, dass der Amazon Echo eines Zusehers tatsächlich versuchte,  Katzenfutter zu ordern, berichtet der „Guardian“.  Zwar konnte der betroffene Echo-Nutzer die Bestellung stornieren, er beschwerte sich allerdings bei der britischen Advertising Standards Authority (ASA) und verlangte die Einstellung der Werbekampagne.

Die Branchenaufsicht wies die Beschwerde zurück. Sie sehe keine Verletzung von Regeln, hieß es zur Begründung. Amazon bestätigte die Bestellung, verwies aber darauf, dass Nutzer die Bestellung bestätigen müssten, was im konkreten Fall nicht passiert sei, weshalb die Order auch storniert worden sei. Darüber hinaus würden Werbeeinschaltungen entsprechend „markiert“, sodass die Lautsprecher auf den Befehl „Alexa“ nicht reagieren würden, teilte das Unternehmen mit.

Akustische Signale

Dass dies funktioniert, hat Amazon vor kurzem bei Werbeeinschaltungen während der Super Bowl gezeigt. Der Konzern sandte dazu ein für die Zuseher nicht wahrnehmbares akustisches Signal mit, dass Alexa mitteilt, ihren Weckruf zu ignorieren.

Ärger für Amazons Alexa, aber auch für den Konkurrenten Google Home, gab es hingegen bei der Ausstrahlung einer Southpark-Folge im vergangenen September. Damals brachten entsprechende Befehle die Amazon- und Google-Geräte ihrer Zuseher dazu, nicht nur „Hairy Balls“ und „Titty Chips“ auf ihre Einkaufslisten zu setzen, sondern auch nicht unbedingt jugendfreie Wörter zu wiederholen.

( futurezone ) Erstellt am 14.02.2018