© Screenshot/YouTube/ Keep It Real Online

Digital Life

Nackte klären in Regierungsvideo über Pornos auf

Die Regierung in Neuseeland will in einem TV-Spot mit vermeintlichen Pornodarstellern Jugendliche über Sex aufklären. Denn laut eines Berichts, der Ende 2019 veröffentlicht wurde, nutzen junge Neuseeländer das Internet, allen voran Pornos, als primäres Aufklärungsmedium. Jene geben jedoch ein falsches Bild von Sex wieder: Zwei Drittel der populärsten Pornovideos in Neuseeland würden sexuelle Aktivitäten beinhalten, die ohne gegenseitiges Einverständnis erfolgen.

Im Werbespot besuchen die Protagonisten „Sue“ und „Derek“ den jungen Neuseeländer "Matt" zuhause. Sie klopfen nackt an der Tür eines Familienhauses. „Ihr Sohn hat uns online beobachtet“, erzählen sie der Mutter.

Nicht für Kinder

Matt habe dem Paar unter anderem auf seinem Laptop, seinem iPad, der PlayStation, seinem Telefon oder seinem Smart-TV-Projektor zugesehen. Dabei seien Pornos unrealistisch und der junge Mann wisse nicht, wie echte Beziehungen funktionieren. Ein gegenseitiges Einverständnis zum Sex würde in Pornos auch nicht kommuniziert. 

„Im echten Leben würde ich mich nie so verhalten“, sagt Derek zu Matt. Sue ergänzt, dass die beiden üblicherweise auch nur vor Erwachsenen so auftreten, jedoch nicht vor Kindern.

Positive Reaktionen

Auf der Webseite der Regierung "Keep It Real Online" werden Eltern ergänzend beraten, wie sich ihre Kinder sicher im Internet bewegen können.

Auf Twitter ist der Werbespot bisher gut angekommen. In einem Tweet heißt es etwa, dass der Spot Eltern endlich dazu ermutigen würde, dass Eltern mit ihren Kindern gesunde Diskussionen über sexuelle Beziehungen führen.

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