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Streaming

Netflix hat 50.000 Kunden in Österreich

Der US-Streaming-Anbieter Netflix hat vergangenen September im Rahmen seiner Europa-Expansion auch den Vorstoß nach Österreich gewagt. Dank der neuen Märkte zählt Netflix mittlerweile mehr als 57 Millionen monatlich zahlende Mitglieder. Doch nur ein kleiner Teil davon stammt auch aus Österreich. Laut einer vom Marktforschungsinstitut IHS durchgeführten Untersuchung zählt man derzeit 50.000 Mitglieder in Österreich, Testabos ausgenommen. Damit liegt Österreich hinter der Schweiz, die trotz ähnlicher Einwohnerzahl (8 Millionen in CH vs. 8,4 Millionen in AT) fast dreimal so viele zahlende Netflix-Kunden verzeichnet.

Kleinste Auswahl Europas

In der von der New York Times veröffentlichten Aufstellung fehlen lediglich Luxemburg und Belgien. Direkt vor Österreich liegen unter die Schweiz (140.000 Kunden) und Irland (180.000 Kunden). Die Zahlen sind für den Start eines Video-on-Demand-Anbieters dennoch respektabel, in Deutschland konnten 470.000 Kunden gewonnen werden. Damit kommt Netflix im deutschsprachigen Markt auf 660.000 Kunden. Konkurrent Maxdome gab zuletzt 2013 Nutzerzahlen bekannt, damals war von "mehr als einer Million Kunden" die Rede.

Gründe über die im Vergleich mit der Schweiz niedrige Verbreitung von Netflix sind unklar, doch die magere Auswahl könnte ein Grund sein. Laut Netflixable zählt das österreichische Netflix-Angebot mit 1.602 Titeln die kleinste Auswahl. Netflix betonte jedoch zum Start, dass das Angebot wachsen werde. Das US-Angebot, das 8.522 Titel zählt, wird man aber wohl in nächster Zeit nicht erreichen können.

Konkurrent Popcorn Time

Wenn die Auswahl nicht stimmt, greifen viele Nutzer zu Alternativen. Das sind einerseits Lösungen wie das umstrittene Popcorn Time, über das urheberrechtlich geschützte Kinofilme auf Bittorrent-Basis gestreamt werden können. Aber auch Smart-DNS- und VPN-Lösungen, mit denen das US-Angebot von Netflix genutzt werden kann, erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Diese könnten zwar theoretisch die internationalen Nutzerzahlen verfälschen, die gewaltige Diskrepanz zwischen den österreichischen und Schweizer Zahlen können sie aber auch nicht erklären.

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