Digital Life
16.12.2013

Norwegen: Bitcoins sind kein echtes Geld

Laut der norwegischen Steuerbehörde sind Bitcoins wie eine Wertanlage zu behandeln. Daher fallen nun auch auf Gewinne mit Bitcoins Steuern an.

Die norwegische Steuerbehörde sieht Bitcoins nicht als Währung an, sondern als Wertanlage. Demnach fallen Bitcoins nicht unter die übliche Beschreibung von Geld, so Hans Christian Holte, der Leiter der Behörde. Das bedeutet unter anderem, dass die Einnahmen aus dem Handel mit Bitcoins unter die Vermögenssteuer fallen. Im Gegenzug können aber auch Verluste abgeschrieben werden. Diese Entscheidung sei aber noch nicht final, Holte arbeite mit anderen Nationen zusammen, um die rechtlichen Unklarheiten zu beseitigen.

Angst vor Bitcoin

Die Meinung anderer Nationen zu Bitcoins ist allerdings ähnlich gespalten. So haben beispielsweise sowohl China als auch Thailand den Handel mit Bitcoins verboten. Auch die europäische Bankenaufsicht hat vergangene Woche eine Warnung vor Bitcoins veröffentlicht, da diese keine Einlagensicherung bieten. Dem gegenüber steht Deutschland, das im August Bitcoins als privates Geld, eine sogenannte Rechnungseinheit, anerkannt hat.

Betroffen von der Einstufung Norwegens ist unter anderem Kristoffer Koch, dessen 24 US-Dollar Investement in Bitcoins zu deren Anfangszeiten mittlerweile 886.000 US-Dollar wert ist.