Digital Life
20.11.2016

NSA-Direktor unter Beschuss

Der Chef des Geheimdienstes NSA, Michael Rogers, sieht sich Insidern zufolge mit Rücktrittsforderungen aus der US-Regierung konfrontiert.

Verteidigungsminister Ash Carter sowie der Leiter aller 17 US-Nachrichtendienste, James Clapper, hätten Präsident Barack Obama im Oktober empfohlen, Rogers abzusetzen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen am Samstag.

Die "Washington Post" hatte zuerst über den Vorgang berichtet. Der künftige US-Präsident Donald Trump, der im November gewählt wurde, erwägt, Rogers zu Clappers Nachfolger zu machen. Rogers soll sich laut der Zeitung, ohne seine Vorgesetzten zu informieren, mit Trump getroffen haben.

Sicherheitspannen

Obama hatte Rogers 2014 eingesetzt, nachdem die NSA im Zuge der Veröffentlichungen des ehemaligen Geheimdienst-Mitarbeiters Edward Snowden weltweit in Verruf geraten war. Allerdings gab es nach Angaben der Insider auch unter Rogers einige Sicherheitspannen. Das Präsidialamt, das Pentagon, die NSA und Clappers Büro lehnten eine Stellungnahme ab. Aus Trumps Mitarbeiterstab war zunächst kein Kommentar zu erhalten.