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Digital Life
10/23/2020

Österreicher wissen wenig über Assistenzsysteme in Autos

Umfrage des KFV ergibt wenig Wissen, aber positive Einstellung zu Assistenzsystemen. Autonomes Fahren wird eher abgelehnt.

Bei 90 Prozent aller Verkehrsunfälle ist menschliches Versagen der entscheidende Faktor. Eine Zahl, die sehr für den Einsatz von Fahrerassistenzsystemen spricht. Jedoch kamen viele Österreicher laut Befragung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) bisher noch nicht in Kontakt mit den modernen Technologien oder kennen sich grundlegend zu wenig aus. Dennoch sei das Bild, welches die Befragten von Assistenzsystemen haben, durchaus positiv, hieß es bei einer Online-Pressekonferenz am Freitag.

83 Prozent positiv gestimmt

"Wenn man die wesentlichen Systeme zusammen nimmt, können 50 Prozent aller Pkw- und 21 Prozent aller Lkw-Unfälle positiv beeinflusst werden", sagte Klaus Robatsch, Leiter des Bereichs Verkehrssicherheit im KFV. Im vergangenen Jahr sind laut Statistik Austria 416 Menschen im österreichischen Straßenverkehr ums Leben gekommen. Ein großer Teil davon hätte durch den richtigen Einsatz von Fahrerassistenzsystemen verhindert werden können. "Immerhin sagen 83 Prozent aller Autofahrer, dass diese Systeme positiv sind", betonte Robatsch und verwies auf zwei 2018 und 2019 durchgeführte und repräsentative Befragungen mit insgesamt rund 2.000 Teilnehmern.

65 Prozent gegen Autonomes Fahren

Nach einer weiteren Umfrage unter 511 Personen im Jahr 2019 stehen circa 65 Prozent der Österreicher dem vollautonomen Fahren aktuell ablehnend gegenüber. Das könne man aber ändern, wie Florian Schneider, Experte für automatisiertes Fahren im KFV, betont. "Wenn sie in Kontakt mit Systemen kommen, die sie vorher nicht gekannt haben, reduziert sich diese Skepsis", sagte er. Daran, dass autonomes Fahren schon in Kürze alltäglich wird, glaubt er nicht. "Wir reden da von einem Szenario, das sehr weit in der Zukunft liegt."

Integration in Fahrschulen

Das KFV befragte speziell knapp 100 Fahrschüler zu ihrem Wissen über Assistenzsysteme. "Jeder vierte Jugendliche konnte nicht ein Fahrassistenzsystem nennen", betonte Robatsch und sprach von einem großen Nachholbedarf. "Deshalb müssen solche Systeme in der Fahrausbildung integriert werden", sagte er. Kamen die Schüler im Zuge von Pilot-Lehreinheiten damit in Kontakt, zeigten sich 92 Prozent interessiert bis sehr interessiert.

Österreicher wollen mehr wissen

Eine wichtige Rolle zur Erhöhung des Wissensstands zu Fahrerassistenzsysteme kommt den Medien zu. "Die positive Berichterstattung überrollt das Negative", sagte Schneider und sieht hier auch weiterhin eine Möglichkeit, um den Menschen das autonome Fahren näherzubringen. "Die Österreicher wollen einfach viel mehr über das Thema wissen", ist er sich sicher.

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