Internet-Banking könnte noch intuitiver sein

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Digital Life
03/05/2014

„Online-Banking ist immer noch zu kompliziert“

Jeden Monat werden im s Lab der Erste Bank die besten Banking-Ideen und der „Held des Monats“ gekürt. User pzwien wünscht sich eine noch intuitivere Online-Banking-Oberfläche.

Im s Lab, der im Vorjahr gestarteten Co-Creation-Plattform der Erste Bank und Sparkassen, werden Monat für Monat interessante Banking-Ideen sowie aktive User ausgezeichnet. Der aktuelle „Held des Monats“, User pzwien, begrüßt die Möglichkeit, dass Bankkunden im s Lab ihre eigenen Ideen und Wünsche zum Banking der Zukunft einbringen können. Handlungsbedarf ortet er in erster Linie bei der Gestaltung der Online-Banking-Auftritte.

Schnell und einfach

„Bei den meisten Banken ist das Online-Banking für meine Begriffe immer noch zu kompliziert und überfrachtet. In Wahrheit will ich vor allem schnell meine Umsätze anschauen können und mit einem Klick eine Überweisung tätigen, ohne mich durch Untermenüs klicken zu müssen“, sagt Patrick Z. (pzwien) im Gespräch mit der futurezone. Er persönlich kenne sich zwar gut aus und wisse im Normalfall, wo was online zu finden sei. Für „Otto Normalverbraucher“ seien die Online-Banking-Auftritte mit ihren zahlreichen Untermenüs sicher eine Herausforderung.

Die s Lab Initiative hält pzwien für eine gute Sache. Dass in dem Fall Erste Bank und Sparkassen praktisch kostenlos von User-Ideen und –Know-how profitieren, sieht pzwien nicht als problematisch. „Ich finde das gut, wenn eine Bank aus erster Hand erfährt, was Kunden wollen und nicht irgendetwas entwickeln, das Kunden letztlich dann sowieso nicht interessiert. Dass Ideen auch tatsächlich aufgegriffen und in Workshops weiterentwickelt werden, finde ich eine gute Sache“, so pzwien in Anspielung auf drei Ideen, die zur weiteren Abstimmung für die Community aufbereitet wurden.

Dokumenten-Safe

Zur Idee des Monats wurde vom s Lab Team der Vorschlag von User Kiniiri gekürt, der sich einen Dokumenten-Safe als erweitertes Banking-Service vorstellen kann. Über eine entsprechende Schnittstellen sollten nicht nur die Kunden selbst die Möglichkeit haben, Dokumente, Verträge oder Urkunden hochzuladen. Vielmehr sollten auch Behörden, Hausverwaltungen, Versicherungen und Firmen Dokumente direkt in den Online-Speicher des Users hochladen können, sofern dies vom User gewünscht wird.

Die Reaktionen anderer User im s Lab auf den Vorschlag fielen durchwegs gemischt aus. Einige wiesen auf mögliche Sicherheitsrisiken hin und wollten auch die Frage nach dem Cloud-Anbieter geklärt wissen, bevor man einen derartigen erweiterten Dokumenten-Safe umsetze. Ein weiterer Vorschlag ging dahingehend, dass man dem Hochladen von Dokumenten durch Dritte jedes Mal zustimmen sollte.

Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit Erste Bank und Sparkassen.