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Digital Life
07/12/2019

Pablo Escobars Bruder und Elon Musk streiten über Flammenwerfer

Der Tesla-CEO soll die Flammenwerfer-Idee vom Bruder des früheren Drogenbarons gestohlen haben. Escobar droht Musk und verlangt einen Schadenersatz. 

Ein Mitarbeiter von Elon Musk soll im Sommer 2017 in Kolumbien in Medellín gewesen sein und dabei auch das Escobar-Unternehmen besucht haben. Laut dem älteren Bruder des früheren Drogenbarons Pablo Escobar - Roberto De Jesus Escobar Gaviria - soll Musk auf diese Weise auf die Idee eines Spielzeug-Flammenwerfers gekommen sein. Kurze Zeit später, im Jänner 2018, hat Musks Boring Company dann den Flammenwerfer auf den Markt gebracht, der mittlerweile "Not a Flamethrower" heißt.

In der Zwischenzeit hat auch Escobar damit begonnen, seine eigene Version eines Spielzeug-Flammenwerfers zu verkaufen. Und diese sieht Musks Flammenwerfer täuschend ähnlich. Die Escobar-Version ist jedoch um die Hälfte billiger und kostet lediglich 249 Dollar.

Escobar ist wegen des angeblichen Ideendiebstahls verärgert und fordert von Musk 100 Millionen Dollar. Sollte der Tesla-CEO nicht zahlen, will Escobar die Angelegenheit vor ein Gericht bringen. Musk antwortete Escobar auf Twitter: "It’s Not a Flamethrower, Mr Escobar".

Escobar droht Musk

Dem nicht genug: Im Gespräch mit mehreren Medien droht Escobar dem US-Unternehmer weiter. "Er gibt praktisch zu, die Idee gestohlen zu haben. Wir werden uns das ausmachen, da bin ich mir sicher. Elon weiß wo er uns findet", sagt Escobar gegenüber The Next Web. Die geforderten 100 Millionen könne Musk gerne in Tesla-Aktien zahlen, so Escobar.

"Vielleicht werde ich selbst der neue Tesla-CEO, wenn das Gericht entscheidet", sagt der kolumbianische Unternehmer. "Als du in den 1980er Jahren ein kleiner Bub warst, hat mir die Welt gehört. Jetzt hast du ein paar Milliarden verdient, vielleicht zwanzig Milliarden. So viel habe ich damals in zwei Wochen verdient, mein Freund. Lass uns die Angelegenheit wie Gentlemen lösen. Schick die Tesla-Aktien an Escobar Inc."

Darüber hinaus kritisiert Escobar auch Musks Führungsstil bei Tesla: "Niemand fährt hier in Kolumbien einen Tesla. In Mexico soll es ein paar geben. Die lassen Drogen vom Autopiloten transportieren", so Escobar gegenüber Digital Trends, ohne irgendwelche Beweise dafür zu haben.

Escobar vs. Netflix

Das ist nicht das erste Mal das Roberto Escobar mit derartigen Forderungen und Vorwürfen gegenüber US-Unternehmen für Aufregung sorgt. Im September 2017 forderte Escobar von Netflix eine Milliarde Dollar wegen angeblicher Copyright-Verstöße bei der Netflix-Serie Narcos, die sich um das Leben des kolumbianischen Drogenbosses Pablo Escobar dreht. Nach einigen Monaten hat Escobar allerdings seine Forderungen zurückgezogen.