Digital Life
26.02.2015

Rache für Superfish: Lenovo wurde gehackt

Als Antwort auf den Superfish-Skandal wurde Lenovo angegriffen. Die Webseite des Unternehmens wurde kurzeitig manipuliert und auch E-Mail-Konversationen wurden abgefangen.

Nachdem Lenovo neue Laptops mit einem vorinstallierten Adware-Programm namens Superfish ausgeliefert hat, haben Hacker Rache am chinesischen Technologieunternehmen genommen.

Für kurze Zeit bekamen Besucher der Webseite Lenovo.com nicht die gewünschte Firmenhomepage, sondern mehrere Bilder eines Jugendlichen, der vor einer Webcam posiert, zu sehen. Gleichzeitig war der Song "Breaking Free" zu hören. Zusätzlich war ein Link zu einem Twitter-Account eingebettet. Demzufolge zeichnet sich das Hackerkollektiv Lizard Squad für den Angriff verantwortlich. Zudem kündigte Lizard Squad weitere Hacks an.

E-Mails abgefangen

Beim Hack wurden die Lenovo-Server umgangen und die Besucher an eine Seite weitergeleitet, die sich hinter den Name-Servern von Cloudfare befindet. Cloudfare hat den dafür verantwortlichen Account bereits ausfindig gemacht und vom Netz genommen.

Angeblich war Lizard Squad auch kurzzeitig in der Lage E-Mail-Konversationen von Lenovo abzufangen, wie ein Mitarbeiter des Content Delivery Networks Cloudfare gegenüber Ars Technica bestätigte. Demnach konnte Cloudfare den Übergriff allerdings nach wenigen Minuten unter Kontrolle bringen.

Erste Mails wurden bereits über den Twitter-Account LizardCircle veröffentlicht, der gleichzeitig "noch mehr interessante Sachen" ankündigt.