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futurezone Award Robo gewinnt Robotik Award 2014.

Robo soll aus Kindern Roboterentwickler machen
Robo soll aus Kindern Roboterentwickler machen - Foto: Robo
Mit Robo sollen Kinder eigene Roboter bauen und programmieren. Das Projekt holt sich den Sieg beim Robotik Award powered by Festo 2014.

Einen selbst gebauten Roboter mit einer App zum Leben erwecken - dieses Konzept begeisterte die Jury beim diesjährigen Robotik Award powered by Festo. Robo, so der Name des Projekts, besteht aus Modulen, die Kinder beliebig zusammenstecken können, um daraus ein neues Maschinenwesen zu konstruieren.

Mit einer leicht verständlichen App, die Vorschläge und interaktive Bauanleitungen bietet, wird die Figur programmiert. Durch Module mit verschiedenen Sensoren reagiert der Roboter auf seine Umgebung. Kinder sollen durch Robo auf spielerische Weise lernen und dabei ihre Kreativität ausleben.

Jury überzeugt

"Wir wissen, wie wichtig es ist, schon früh aufzuzeigen, wie viel Spaß Technik machen kann", sagt Rainer Ostermann, Geschäftsführer des Robotik-Award-Sponsors Festo Österreich. Durch die Vereinigung von Unterhaltung, Lernen und Robotik konnte Robo die Jury überzeugen.

Das Projekt setzte sich damit vor dem Wowbagger, einem Rettungsroboter der Technischen Universität Graz, und dem Flüssigkeitstransport-Projekt "Der schnellste Kaffee der Welt" der Johannes Kepler Universität Linz, durch.

Von Wien nach Shenzhen

Die Idee für Robo hatte Rustem Akishbekov. Als 19-jähriger Student der Technischen Universität Wien wollte er seinen Traum verwirklichen und junge Menschen dazu inspirieren, Erfinder und Schöpfer von Zukunftstechnologien zu werden. Zusammen mit Anna Iarotska, einer Absolventin der London School of Economics, gründete Akishbekov das Start-up Robo.

Die ersten Arbeiten fanden im Wiener Metalab statt. Die Lernroboter-Idee lockte bald zahlreiche Investoren an. Robo wurde eingeladen, Teil des Hardware-Accelerators "Haxl8r" im chinesischen Shenzhen zu werden. Bei der Pioneers Challenge 2014, einem Start-up-Wettbewerk im Rahmen des Pioneers Festival, schaffte es Robo unter hunderten Projekten unter die besten acht.

"Wir haben ein erstaunlich internationales Team zusammengebracht, mit Absolventen vom MIT oder Berkeley, die für Firmen wie Microsoft oder Zynga gearbeitet haben", sagt Robo-Mitbegründerin Anna Iarotska. Zur schnellen Realisierung eines marktfähigen Produkts will das Start-up auch auf eine Crowdfunding-Kampagne setzen. Iarotska: "Robo wird die Tür zu einer Welt der Möglichkeiten öffnen. Wir wollen, dass Kinder Technologie nicht nur konsumieren, sondern sie auch selbst erschaffen."

Lernen mit Spaß

Mit dem Erschaffen von Roboter-Lebewesen kennt sich Festo gut aus. Das Automatisierungstechnik-Unternehmen ließ in den vergangenen Jahren immer wieder durch Entwicklungen seines Bionic Learning Network aufhorchen. Dabei werden Bewegungskonzepte aus der Natur in die Robotik übertragen.

Der neueste Sproß der tierischen Roboterfamilie ist das BionicKangaroo, das sich dank Druckluft und Elektromotoren springend vorwärts bewegt und auf Handgesten reagiert. Das Thema Lernen forciert Festo auch durch andere Aktivitäten im Nachwuchsbereich.

"Wir haben die Initiative Leonardino ins Leben gerufen, die Kinder spielerisch und mit Experimenten an Physik und Technik heranführt", meint Rainer Ostermann. "Für die Größeren an Schulen und Universitäten gibt es den Lernroboter Robotino. Da wird richtig programmiert, dennoch kommt der Spaß dabei nicht zu kurz. Das steigert die Lernfähigkeit und es spornt an."

(futurezone) Erstellt am 13.11.2014, 20:30

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