Digital Life
03/16/2019

Roboter parken jetzt Autos am Flughafen ein

Während bei anderen Flughäfen die Roboter noch getestet werden, sind sie beim Lyon Saint-Exupéry Airport ab sofort im regulären Einsatz.

Was ist schlimmer als im Stress einen freien Parkplatz suchen? Erschöpft nach einem langen Flug das Auto suchen, weil man sich nicht mehr erinnern kann, wo man es abgestellt hat. Das soll am Flughafen Lyon Saint-Exupéry in Frankreich zukünftig nicht mehr passieren.

Dort ist ab sofort das Parksystem des französischen Unternehmens Stanley Robotics im Einsatz. Der Kunde stellt dazu einfach sein Auto in eine Box ab, die wie eine Ein-Pkw-Garage aussieht. Per Touchscreen und Scan der Reservierungs-E-Mail wird die Abgabe des Autos bestätigt. Während man unterwegs zum Gate ist, kommt der Roboter zum Abholen. Dieser lässt ein Hebegestell unter das Auto gleiten. Das so angehobene Fahrzeug wird zum Parkplatz gebracht und dort abgestellt.

Der Parkplatz ist gesichert. Außer Service-Mitarbeiter und Einsatzkräfte, etwa im Falle eines Brandes, hat dort niemand Zugang. Das soll zusätzlich vor Einbruch und Vandalismus schützen. Nach der Rückkehr steht das Auto schon in der Box bereit. Das System ist nämlich mit der Fluginformation verknüpft. So muss man weder das Auto am Parkplatz suchen, noch warten, bis der Roboter es vom Parkplatz holt und her bringt.

Laut Stanley Robotics können 50 Prozent mehr Autos auf einen Parkplatz untergebracht werden, als wenn Menschen die Autos parken würden. Damit sind nicht notorische Schlechtparker gemeint, die sich über mehrere Parkplätze stellen: Weil der Roboter die Autos von vorne in die Parkplätze schiebt, ist links und rechts weniger Abstand nötig, weil kein Fahrer ein- und aussteigen muss. Außerdem können die Autos auch „zugeparkt“ werden, weil das System automatisch die Pkw effektiv, nach dem Zeitpunkt der Abholung, schlichtet.

Derzeit werden in Lyon 500 Parkplätze durch die Roboter betreut. Das System könnte auf 6.000 ausgeweitet werden. Auch andere Flughäfen wollen die Parkroboter künftig einsetzen. Derzeit werden sind in Düsseldorf und London Gatwick erprobt.