Digital Life
22.03.2017

RTR fördert Digitalradio mit bis zu vier Millionen Euro

Die Telekom-Regulierungsbehörde RTR stellt für den Start des Digitalradiostandards DAB+ bis zu vier Millionen Euro bereit.

Die Hälfte davon sei für die bis Juni laufende Ausschreibung eingeplant, die restlichen zwei Millionen seien allfälligen künftigen Ausschreibungen bis 2020 gewidmet, teilte die RTR am Mittwoch mit. Die Gelder stammen aus dem Digitalisierungsfonds.

„Wenn beispielsweise eine bundesweite Bedeckung mit 15 Radioprogrammen an den Start gehen soll, dann könnten wir uns vorstellen, dafür in etwa 1,5 Millionen zur Verfügung zu stellen, die auf die beteiligten Radioveranstalter über drei Jahre in degressiven Tranchen aufgeteilt werden. Dann blieben noch weitere 500.000 Euro zur Förderung regionaler DAB+ Bedeckungen“, erklärte RTR-Geschäftsführer Alfred Grinschgl in der Aussendung. Gefördert werden höchstens 50 Prozent der tatsächlich entstehenden Übertragungskosten.

Frequenzen ausgeschrieben

Die Medienbehörde hatte Ende Jänner 2017 die Frequenzen für DAB+ ausgeschrieben. Dem Vernehmen nach gibt es vier Interessenten für den Aufbau eines digitalen Sendernetzes, darunter ist auch die ORF-Sendetochter ORS. Der ORF selbst sowie der größte private Radiosender Kronehit haben jedoch angekündigt, sich nicht an der Digitalisierung beteiligen zu wollen.