Digital Life
27.03.2017

Sensible Daten waren auf Docs.com öffentlich zugänglich

Zahlreiche Nutzer dürften anscheinend aus Versehen heikle Dokumente wie Scheidungsvereinbarungen online gestellt haben.

Microsoft hat temporär die Suche auf der Dokumenten-Sharing-Plattform Docs.com deaktiviert, nachdem Meldungen aufgekommen sind, wonach damit privaten Dateien durchsucht werden könnten. Das berichtet ZDnet. Unter anderem via Twitter meldeten zahlreiche Nutzer, dass sie Files durchsuchen können, die eindeutig nicht öffentlich gemacht hätten werden sollen. Dazu zählten etwa Bewerbungsschreiben, Scheidungsvereinbarungen und Kreditkartenabrechnungen.

Ersten Informationen dürfte es sich dabei aber um keinen Fehler von Microsoft handeln. Den Nutzern, die die Files hochgeladen haben, dürfte nicht bewusst gewesen sein, dass die Dateien standardmäßig öffentlich zugänglich gemacht werden.

Mittlerweile ist die Suchfunktion wieder online. Die heiklen Dokumente sind aktuell allerdings noch vereinzelt über Googles Cache-Funktion auffindbar. Welche Schritte Microsoft gesetzt hat, um eigentlich persönliche Dokumente künftig auszufiltern, ist noch unklar. Ein Sprecher von Microsoft erklärte ZDNet lediglich, dass man den Nutzern helfen wolle, die aus Versehen Dokumente mit sensiblen Infos veröffentlicht hätten.