Zeichnerische Darstellung von Ross William Ulbricht vor dem Federal Court in San Francisco

© AP/Vicki Behringer

Digital Life
11/22/2013

Silk-Road-Gründer gab angeblich sechs Mordaufträge

Ein US-Staatsanwalt wirft Silk-Road-Gründer Ross Ulbricht vor, vier weitere Mordaufträge, abgesehen von den zwei bereits bekannten, gegeben zu haben.

Anfang Oktober war der mutmaßliche Betreiber der illegalen Handels-Plattform Silk Road festgenommen worden. Unter den Anklagepunkten gegen Ross William Ulbricht, der sich auf Silk Road "Dread Pirate Roberts" genannt hatte, standen unter anderem zwei Mordaufträge. Ulbricht wurde vorgeworfen, einen seiner eigenen Angestellten, der mit den Behörden Kontakt aufgenommen hatte, sowie einen Erpresser beseitigen zu lassen.

Umgebracht werden sollte aber auch ein Geschäftskollege des Erpressers sowie drei Personen, die mit ihm zusammenlebten, meint Staatsanwalt Serrin Turner, wie Ars Technica berichtet. In keinem der Fälle wurde der Auftrag tatsächlich durchgeführt, obwohl Ulbricht bereits große Summen für die Auftragsmorde überwiesen hatte. Im Falle des Ex-Angestellten fälschte ein als Killer engagierter, verdeckter FBI-Agent den Mord.

Laut Staatsanwalt Turner gäbe es "kristallklare" Beweise, dass Ulbricht sechs Morde in Auftrag gegeben haben soll. Für alle Morde zusammen soll Ulbricht 730.000 Dollar aufgewendet haben. Der Anwalt des Beklagten behauptet, sein Mandant hatte niemals mit Drogen und Auftragsmorden zu tun. Der Staatsanwalt sieht dennoch eine Verbindung: "Jemand, der ein Drogenkartell in Kolumbien führt, rührt auch niemals die Drogen an." Ein Kautionsgesuch wurde abgelehnt.