Digital Life
02.12.2014

Sony-Hack: Nordkorea bestreitet Beteiligung nicht

Die nordkoreanische Regierung stellt eine Beteiligung bei Cyberangriffen auf das Filmstudio Sony Pictures nicht in Abrede. Das FBI warnt US-Firmen vor weiteren Attacken.

„Warten wir ab“, sagte ein nordkoreanischer Regierungssprecher laut der BBC auf die Frage von Ermittlern, ob sein Land etwas mit dem Cyberangriff auf Sony Pictures zu tun habe. Nordkorea hatte sich im Juni bei den Vereinten Nationen über einen Film des Studios beklagt, in dem zwei Reporter den nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un umbringen sollen.

Nordkorea bezeichnete den Film „The Interview“ als „kriegerischen Akt“ und „Propaganda für den Terrorismus“. Der Ruf nach einer Veröffentlichungssperre blieb jedoch unerhört.

Verdacht

Als Sony Pictures vergangene Woche Ziel eines Cyberangriffs wurde, bei dem die IT-Infrastruktur lahmgelegt wurde, wurden bald auch Angreifer aus Nordkorea verdächtigt. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der Angriff zeitlich mit der Veröffentlichung des Films „The Interview“ zusammenfiel. Wenige Tage später tauchten auch unveröffentlichte Filme des Studios im Internet auf.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hat das FBI Warnungen an ausgewählte US-Unternehmen verschickt. In dem fünfseitigen Dokument wird vor weiteren Cyber-Attacken gewarnt und die Malware beschrieben. Demnach überschreibe die Schadsoftware alle Inhalte auf der Festplatte, inklusive Master Boot Record, sodass befallene Rechner nicht mehr hochgefahren werden können.