Digital Life
05.08.2014

SpaceX-Weltraumhafen in Texas ist offiziell

Der SpaceX-Weltraumhafen in Texas wird gebaut. Gouverneur Rick Perry bestätigt den Bau eines Start-Komplexes nahe der Grenzstadt Brownsville.

Das Raumfahrt-Unternehmen SpaceX wird an der texanischen Küste, nahe der mexikanischen Grenze einen Raketenstart-Komplex errichten. Dies wurde nun offiziell von Gouverneur Rick Perry verkündet. Der Weltraumhafen soll nahe der Grenzstadt Brownsville, noch näher am kleinen Örtchen Boca Chica, entstehen. Geplant sind eine Startrampe samt Hangar und Treibstofftanks sowie ein Kontrollzentrum in sicherem Abstand.

SpaceX errichtet damit seine erste eigene Startvorrichtung. Bisher wurden die Falcon-9 und Falcon-Heavy-Raketen des Unternehmens vom Weltraumhafen Cape Canaveral in Florida und der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien gestartet. Der Staat Texas erhofft sich wiederum einen wirtschaftlichen und touristischen Aufschwung für die eher strukturschwache Region.

Investitionen, Jobs und Image

Der Bau wird deshalb auch mit staatlichen Geldern gefördert. 2,3 Millionen Dollar aus dem texanischen Unternehmensfond sowie 13 Millionen Dollar aus einem eigenen Spaceport Trust Fund fließen in das Projekt. Von der Anlage erhofft man sich 85 Millionen Dollar an Investitionen für die lokale Wirtschaft. 300 neue Jobs werden als das langfristige Ziel gesehen.

"SpaceX freut sich auf den weltweit ersten kommerziellen Startkomplex, der speziell für Orbitalmissionen gestaltet wird", sagt SpaceX-CEO Elon Musk zur offiziellen Freigabe der schon länger bekannten Pläne seines Unternehmens. Gouverneur Perry erhofft sich durch das SpaceX-Engagement nicht zuletzt auch einen Imagegewinn für Texas als Innovationsstandort.

Gehörschutz

Bei der US-Luftfahrtbehörde FAA hat SpaceX einen 392 Seiten starken Evaluierungsbericht für den Startkomplex und seine Umgebung vorgebracht. Aus dem Dokument gehen auch die erwarteten Folgen des Bauprojekts für die Umwelt hervor. Die größte Belastung für die einheimische Bevölkerung stellt die Lärmentwicklung bei Raketenstarts dar. Für den nächstgelegenen Haushalt zur Startrampe werden Lautstärken bis zu 115 Dezibel erwartet. Die lokale Bevölkerung soll deshalb mit Gehörschutzmaßnahmen versorgt werden.