Digital Life
22.07.2016

Spotify verkauft Nutzerdaten an Werbekunden

Welche Musik man hört, kann nun von Drittunternehmen auf Spotify analysiert werden. Der Dienst will so für Werbekunden attraktiver werden.

Der Musik-Streaming-Dienst Spotify stellt die Daten seiner Kunden Werbetreibenden zur Verfügung. Angaben wie Alter, Geschlecht sowie welche Musik man hört, werden den Firmen zu Analysezwecken übermittelt. Das gab der Konzern selbst in dem Firmenblog bekannt.

Spotify nennt das Programm „Programmatic Buying“. Insgesamt werden die Daten von 70 Millionen Menschen in 59 Ländern angeboten, die die kostenlose Version des Streaming-Dienstes nutzen. Die Werbung besteht aus 15- bis 30-sekündigen Clips, die nun gezielter geschalten werden können.

Spotify will damit offenbar die Werbeeinahmen steigern. Trotz hoher Nutzerzahlen kämpft der Dienst seit jeher mit den Finanzen. Laut Bericht soll das Unternehmen einen Börsengang für 2017 vorbereiten.