Digital Life
10.11.2013

Toyota zeigt Auto-Konzept für die Smartphone-Generation

Auf der Tokyo Motor Show zeigt Toyota sein Fahrzeug-Konzept FV2. Der Mix aus Auto, Segway und Computer erkennt die Stimmung seines Piloten und lernt dessen Fahrstil.

Toyotas FV2 sieht ein wenig aus wie ein Motorrad mit Stützrädern, in dem der Fahrer aufrecht hinter einem großen Windschild steht. Die auf der Tokyo Motor Show präsentierte Zukunfts-Vision beinhaltet Gesichts- und Stimmerkennung. Das Fahrzeug soll dadurch die emotionale Lage seines Fahrers erkennen und adäquat darauf reagieren, etwa in Form verschärfter Sicherheitsmaßnahmen oder Routenvorschlägen. Das Protokollieren des Fahrstils soll FV2 helfen, immer besser auf die Bedürfnisse seines Piloten einzugehen.

Gesteuert wird das Fahrzeug durch Gewichtsverlagerung, ähnlich wie bei einem Segway. Beschleunigt wird etwa durch das Vorwärtsneigen des Körpers. Die Oberfläche des Fahrzeugs besteht aus geschwungenen Displays, die Individualität, Wandlungs- und Anpassungsfähigkeit ausstrahlen.

"Dieses Auto soll die künftigen Konsumenten der digitalen Generation, die an Smartphones und iPad von einem jungen Alter an gewöhnt waren, ansprechen", sagte Toyotas Produktplanungs-Manager Takeo Moriai gegenüber Bloomberg zu FV2. Das Ziel bei der Entwicklung sei es gewesen, die enge Bindung zwischen einem Reiter und seinem Pferd in ein Fahrzeug zu übertragen.

Toyota FV2

1/14

toyota_fv2_16.jpg

toyota_fv2_19.jpg

toyota_fv2_21.jpg

toyota_fv2_15.jpg

toyota_fv2_17.jpg

toyota_fv2_20.jpg

toyota_fv2_10.jpg

toyota_fv2_11.jpg

toyota_fv2_13.jpg

toyota_fv2_12.jpg

toyota_fv2_22.jpg

toyota_fv2_8.jpg

toyota_fv2_9.jpg

toyota_fv2_14.jpg

Galoppierende Träume

Der Vorstellungskraft der Toyota-Ingenieure wurde bei FV2 großer Raum geboten. Sicherheitsaspekte traten eher in den Hintergrund. "Es ist mehr ein imaginatives Stück als etwas, das in den nächsten Jahren tatsächlich in Produktion gehen wird", sagte ein Firmensprecher der BBC.

"Einige der Technologien, die wir vorschlagen, könnten demnächst eingeführt werden - sagen wir in zehn Jahren", so der Sprecher weiter. Takeo Moriai räumt allerdings ein, das man nicht für jedes Detail eine zufriedenstellende Lösung gefunden habe: "Das Ablesen von Emotionen ist eine Herausforderung."