Digital Life
07.11.2016

Trump bekommt kurz vor Wahl Twitter-Verbot

Der US-Präsidentschaftskandidat, der des öfteren mit kontroversen Tweets auffiel, musste seinen Twitter-Account an das Presse-Team übergeben.

Donald Trumps Berater lassen ihn einem Medienbericht zufolge kurz vor der US-Wahl nicht mehr twittern - und Präsident Barack Obama hat sich prompt darüber lustig gemacht. „Sie hatten so wenig Vertrauen in seine Selbstbeherrschung, dass sie gesagt haben: Wir nehmen dir jetzt einfach Twitter weg“, sagte Obama bei einem Wahlkampfauftritt zur Unterstützung seiner demokratischen Parteikollegin Hillary Clinton am Sonntag (Ortszeit) in Florida.

Die Zeitung „ New York Times“ hatte berichtet, Berater hätten dem Präsidentschaftskandidaten der Republikaner die Kontrolle über sein Konto bei dem Kurznachrichtendienst „entrissen“, damit er seine Chancen bei der Wahl am Dienstag nicht mit ungefilterten Anfeindungen schmälert. Trump ließ bereits zuvor sein Presse-Team Tweets publizieren, äußerte aber dennoch immer wieder private Meinungen über den Twitter-Account. Diese ließen sich relativ einfach entdecken, wie ein Datenwissenschaftler herausfand: Sie sind meist wütend.

Um vier Uhr morgens twittern

„Wenn jemand nicht mit einem Twitter-Konto umgehen kann, kann er nicht mit den Atomcodes umgehen“, fügte Obama vor seinem lachenden Publikum hinzu. Trump ist dafür bekannt, Gegner und Kritiker über Twitter in scharfen Tönen anzugreifen - manchmal mitten in der Nacht. Auch Comedian Jon Stewart berichtete zuletzt von einer kuriosen Auseinandersetzung mit Donald Trump auf Twitter, der ihm vorwarf, seine jüdische Herkunft verbergen zu wollen. Auch Trump-Kontrahentin Hillary Clinton bekam für einen Tweet, in dem sie Trump zum Löschen seines Twitter-Accounts aufrief, viel Zuspruch.