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Wien UPC: Aus für analoges Fernsehen und Radio in Wien .

Foto: UPC
UPC schaltet nach den Bundesländern nun auch in Wien sein analoges Radio- und TV-Angebot ab. Weichen soll es Bandbreite für Digital-TV und Internet.

UPC wird seine TV- und Radioinfrastruktur noch heuer vollständig digitalisieren. Mit der Umstellung haben Kabelbetreiber im März 2016 begonnen, in den nächsten Monaten soll sie nun abgeschlossen werden. Wien ist die letzte Region, wo das analoge TV- und Radioangebot bei UPC eingestellt wird. Der Grund dafür ist unter anderem, um das Netz für digitale Anwendungen freizuschaufeln. “Ein analoges Programm belegt acht Megahertz, da können wir aktuell fünf HD-Programme unterbringen”, so Franz Baumgarten, technischer Projektleiter Volldigitalisierung bei UPC. Weichen sollen die analogen Sender auch der Bandbreite für klassisches Internet. „Unsere 30 Sender entsprechen je rund 50Mbit an Bandbreite“, so  Baumgartner gegenüber der futurezone.

Die Abschaltung des analogen Angebotes erfolgt in der Bundeshauptstadt in mehreren Wellen, die jeweils ein bestimmtes Gebiet umfassen. Der erste Umstellungstermin ist der 21. Februar, entsprechende Informationen an die betroffenen Konsumenten werden seit dem heutigen Dienstag verschickt. Informiert werden die Kunden einerseits direkt von UPC, andererseits wird es auch in den analogen Programmen eine Laufschrift geben, die auf die Abschaltung hinweist. Wie viele Umstellungswellen es geben wird, will man sich bei UPC noch offen halten, man rechnet mit einer „niedrigen zweistelligen Zahl“. Dauern soll es insgesamt etwa neun Monate.

Warum nicht alles auf einmal

Der Grund, warum nicht alles auf einmal umgestellt wird, ist kein technischer: “Wir könnten natürlich alles auf einmal umstellen, aber es gibt einen Bedarf an Informationen”, so Gerald Schwanzer, Vice President Products bei UPC. Konkret bedeutet das, dass man die möglichen Anfragen von Kunden so besser abfangen bzw. bedienen kann. Mit seiner Wohnadresse kann man derzeit außerdem direkt auf der UPC-Homepage anfragen, wann das eigene Wohngebiet umgestellt wird. Wichtig sei besonders, dass man nicht nur die Straße, sondern auch die Hausnummer eingibt, da es vereinzelt vorkommen kann, dass die eine Straßenseite vor der anderen betroffen ist.   

Was Kunden tun müssen

Von der TV-Umstellung betroffen sind die Kunden, die entweder einen alten Röhrenfernseher oder einen Flatscreen-TV ohne Digitaltuner verwenden. Solche Fernseher müssen mit einem externen Digitaltuner ausgestattet werden, um weiterhin die Programme empfangen zu können. Auch wer Radio noch analog per Koaxkabel empfängt, kann dies nach der Umstellung nicht mehr tun. Digitalempfänger für sind laut WKÖ-Fachverband in Österreich kaum verbreitet. Wer weiterhin Radio über das Kabelnetz hören will braucht ebenfalls einen digitalen Receiver. Will man eine zusätzliche Empfangsbox von UPC kostet das, sofern im jeweiligen Paket nichts anderes festgehalten ist, zwei Euro pro Monat.

Kein Handlungsbedarf bei der Mehrheit

In den meisten Fällen müssen Kunden nichts tun, da eine überwiegende Mehrheit bereits digital fernsieht. Wie groß die Zahl genau ist, könne man laut Schwanzer nicht sagen. Teilweise wisse UPC auch gar nicht, welche der 300.000 Wiener Kundenhaushalte noch einen analogen Fernseher über das Netz in Betrieb haben. Oft geschehe dies auch über ein Zweit- oder Drittgerät. Möglich ist auch, dass Kunden trotz Digitaltuner die analogen Sender empfangen, wenn sie ein Gerät haben, das sowohl einen analogen als auch einen digitalen Tuner integriert hat. Ein neuerlicher Sendersuchlauf schafft hier Abhilfe.

Kabel ist die letzte TV-Technologie, die noch analog sendet. Sowohl Satellit als auch Terrestrik setzen bereits seit einigen Jahren vollständig auf digitale Übertragung.

(futurezone) Erstellt am 17.01.2017, 12:20

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