Digital Life
29.12.2015

US Marines wollen vierbeinige Transportroboter nicht

Das "Roboter-Maultier" LS3 ist dem US Marine Corps zu laut, zu unselbstständig und zu kompliziert zu reparieren um tatsächlich im Feld eingesetzt zu werden.

Das Legged Squad Support System (LS3) ist einer jener vierbeinigen Roboter, mit denen die Roboterschmiede Boston Dynamics in den letzten Jahren viel Aufmerksamkeit erregte. Das LS3 wurde seit 2013 vom US Marine Corps getestet, um seine Praxistauglichkeit zu überprüfen. Wie Military.com berichtet, ist das Resultat ernüchternd. Im gemeinsamen Einsatz mit Bodentruppen zeigte sich, dass LS3 vor allem eines ist: Ein lauter Roboter, der die eigene Position verrät.

Abgesehen vom rasenmäherartigen Geräusch, welches das "Roboter-Maultier" erzeugt, zeigten sich weitere Schwierigkeiten: Den Roboter im Feld zu reparieren, war für die Soldaten so gut wie unmöglich. Außerdem konnte der Roboter nicht ausreichend gut in übliche Patrouillen integriert werden. Wie Engadget berichtet, wies LS3 dafür nicht genügend Autonomie auf.

Der kleinere LS3-Verwandte Spot - zuletzt in einer Weihnachtsgrüße von Boston Dynamics zu sehen - ist mit seinem Elektromotor leiser, dafür sinkt aber auch seine Lastenkapazität. Für die Marines wäre Spot daher am ehesten als Spähroboter zu gebrauchen. Die wichtigste Einsicht aus dem Experimentieren mit dem Robotern: Es ist noch einiges an Entwicklung notwendig, um Roboter in Kampfeinsätzen neben Soldaten einzusetzen.