Digital Life
23.01.2015

USA: Rechtsstreit um Schweizer Drohnen-Piloten beigelegt

Der offiziell erste Rechtsstreit, bei dem es um den Einsatz privater Drohnen ging, wurde nach fast zwei Jahren mit einer Einigung beigelegt.

Die US-Luftaufsichtsbehörde FAA und der Schweizer Raphael Pirker, Betreiber des Drohnen-Shops Team BlackSheep, haben ihren seit 2013 andauernden Rechtsstreit beigelegt. Der Fall erlangte internationale Aufmerksamkeit, da es sich um das erste Verfahren handelte, bei dem über den Einsatz von privaten Drohnen verhandelt wurde. Pirker machte 2011 für einen Werbespot Aufnahmen von der University of Virgina, hatte dafür jedoch keine entsprechende Genehmigung von der FAA. Diese verhängte daraufhin für „rücksichtsloses Bedienen eines Fluggeräts“ eine Strafe in der Höhe von 10.000 US-Dollar.

Pirker beeinspruchte die Entscheidung vor Gericht und erhielt unter anderem Unterstützung von namhaften Medien-Unternehmen wie zum Beispiel der New York Times, Washington Post und AP. Diesen wurde vonseiten der FAA nämlich ebenfalls die Nutzung von Drohnen zu Zwecken der Berichterstattung untersagt. Mittlerweile haben CNN und die FAA eine Kooperation vereinbart, bei der ein Regelwerk für den journalistischen Einsatz von Drohnen erstellt werden soll.

Urteil aufgehoben

Pirker gewann bereits in einer Instanz im Vorjahr, die US-Verkehrsbehörde NTSB hob das Urteil jedoch auf und sprach der FAA die Entscheidungshoheit zu. In einer außergerichtlichen Einigung wurde nun die Strafe auf 1.100 US-Dollar festgelegt. Team BlackSheep bezeichnete die Einigung als „vorteilhaft“ und sieht vor allem die durch das Verfahren angestoßene öffentliche Diskussion über die präzisere Regulierung von Drohnen als positiv an.

Wo man in Österreich mit einer Drohne fliegen darf und wo nicht, lesen Sie hier.