Die jüngsten Opfer von WannaCry sind Rotlichtkameras und Radarfallen

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Digital Life
06/23/2017

WannaCry infiziert Radargeräte und Rotlichtkameras

Die Ransomware ärgert nicht nur PC-Besitzer und Unternehmen, sondern auch die australischen Behörden.

Die Ransomware WannaCry soll weltweit mehr als 300.000 Computer befallen haben. Nach einer Infektion verlangt das Schadprogramm 300 US-Dollar, damit der Rechner wieder genutzt werden kann. Jetzt hat WannaCry den Sprung von PC und Notebook auf die Straßen Australiens geschafft.

Wie die australischen Behörden bestätigt haben, hat die Ransomware 55 Radars und Rotlichtkameras im Staat Victoria infiziert. Zunächst war unklar, wie das passiert ist, da die Geräte weder mit dem Internet, noch untereinander verbunden sind.

USB-Stick

Wie sich herausstellte, wurde bei Wartungsarbeiten ein mit WannaCry infizierter USB-Stick an die Geräte angesteckt. Da die Radars und Kameras ein Windows-Betriebssystem nutzen, wurden sie infiziert.

Raser sollten sich aber nicht zu früh freuen. Laut der Behörde haben sich die Radars und Kameras zwar alle paar Minuten neu gestartet, waren aber weiterhin funktionsfähig. Die Strafen für Übertretungen, die im Zeitraum der Infektion vergeben wurden, seien gültig und müssen bezahlt werden.

Ein Notfall-Patch wurde auf den betroffenen Geräten installiert, um zu verhindern, dass die Ransomware ihre volles Schadenspotenzial entfalten kann. Die Entfernung von WannaCry soll in den nächsten Tagen erfolgen.