Digital Life 19.03.2018

Weißes Haus: Mitarbeiter vergisst Passwort auf Bushaltestelle

Informationen über Mitarbeiter des Weißen Hauses könnten bei dem Cyberangriff gestohlen worden sein © Bild: AP/Pablo Martinez Monsivais

Ein peinlicher Vorfall rund um einen Angestellten von Donald Trumps Administration sorgt für Schlagzeilen.

Einem Bericht bei The Intercept zufolge geht ein Mitarbeiter des Weißen Hauses sehr unachtsam mit seinen Login-Daten um. Demnach hat der Angestellte Ryan P. McAvoy seine ProtonMail-Login-Informationen auf einen offiziellen Notizzettel des Weißen Hauses geschrieben.

Danach hat er das Stück Papier bei einer Bushaltestelle nahe des Weißen Hauses liegen lassen. Dort wurde es gefunden und an The Intercept weitergegeben. Die Authentizität der Login-Informationen wurde dem Bericht zufolge bestätigt, McAvoy wollte sich zu der Sachlage nicht äußern. Ein Bild des Passwort-Zettels mit geschwärztem Passwort wurde auf Twitter veröffentlicht.

ProtonMail

ProtonMail ist ein verschlüsselter E-Mail-Dienst mit Sitz in der Schweiz. Falls McAvoy Zweifaktorauthentifizierung auf seinem Account aktiviert hat, wäre dieser trotz Kenntnis von Nutzername und Passwort geschützt. Dennoch ist der Vorfall für das Weiße Haus äußerst peinlich. Dazu kommt, dass gerade ProtonMail damit wirbt, besonders sicher vor Zugriff durch Behörden zu sein.

Über die Hintergründe von McAvoys Account ist wenig bekannt. Unklar ist außerdem, ob er ihn lediglich privat oder dienstlich nutzt. Es ist nicht der erste Vorfall bezüglich E-Mails im Weißen Haus: Ende 2017 sorgte der Berater und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner für Aufregung, weil er private E-Mails für offizielle Angelegenheiten nutzte, wie aus einem Bericht von Politico hervorging.  

( futurezone ) Erstellt am 19.03.2018