Digital Life
12.05.2015

Welpenkauf im Internet kann teuer werden

Welpen sollten nicht im Netz gekauft werden © Bild: APA/dpa-Zentralbild/Patrick Pleul

Tierschützer raten vom Online-Kauf ab, vor allem bei "Tea-Cup"-Rassen sei Vorsicht geboten.

Welpenkauf im Internet kann teuer werden. Der vermeintliche Schnäppchen-Preis wird zum Bumerang, wenn die Tiere krank sind und hohe Tierarztkosten anfallen. "Lieferung auf Bestellung" ohne Wartezeit, allzu herzige Fotos oder putzige "Spezialrassen" sollten stutzig machen, wie Irina Fronescu und Veronika Weissenböck von der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" im Gespräch mit der APA erklärten.

Kaufinteressenten wird geraten, darauf zu achten, dass sie Welpen und deren Eltern beim Züchter selbst besichtigen können. Dieser sollte maximal drei Rassen haben und die Zahl der Tiere nicht über den niedrigen zweistelligen Bereich hinausgehen. Bei einem seriösen Anbieter sei meist mit einer gewissen Wartezeit zu rechnen, "Lieferung auf Bestellung" sollte die Alarmglocken schrillen lassen. Und: "Seriöse Züchter verkaufen ihre Tiere nicht über Online-Kleinanzeigen", so die Tierschützerinnen am Rande eines Prozesses gegen Welpenhändler in Linz, "wir raten vom Kauf im Internet ab."

Vorsicht beim Kauf

Die Hunde müssen mindestens acht Wochen alt sein, wenn sie von der Mutter wegkommen, Impfpässe haben und gechippt sein. Ein Straßenverkauf, also die Übergabe auf Parkplätzen oder Bahnhöfen, gelte in Österreich als "öffentliches Feilbieten" und sei nach dem Naturschutzgesetz verboten. Der Preis für einen Hund aus seriöser Zucht liege meist zwischen 800 und 1.200 Euro.

Häufig werden unter Namen wie "Mini-Malteser", "Micro-Chihuahua" oder "Tea-Cup-Chihuahua" spezielle kleine Rassen angeboten. "Diese Rassen gibt es aber nicht", so Fronescu. Oft handle es sich um Unfälle in der Zucht. Bei gestellt wirkenden Fotos von Tieren, etwa in Teetassen, sei daher Skepsis angebracht. "Wir googeln diese Bilder oft" - mit dem Ergebnis, dass es sich um frei zugängliche Internet-Motive handelt.