Digital Life
03/28/2019

Wie viel Influencer für ein bezahltes Posting bekommen

Social-Media-Stars verdienen bereits mit einzelnen bezahlten Postings hohe Summen, die Bandbreite ist jedoch groß.

Influencer können mit bezahlten Postings hohe Einnahmen erzielen, es fehlt aber aktuell noch an Richtwerten. Das hat eine repräsentative Umfrage von Rakuten Marketing ergeben. Demnach würden besonders beliebte Influencer (mehr als 500.000 Follower) bis zu 38.000 Euro pro Post erhalten. Auch Micro-Influencer (weniger als 30.000 Follower) können relativ gut verdienen. Laut der Befragung erhalten diese bis zu 32.000 Euro für eine Kampagne. Diese umfasst jedoch mehrere Beiträge zum gleichen Thema.

Erfolg schwer messbar

Für die Studie wurden im Dezember und Jänner insgesamt 3500 Verbraucher sowie 700 Marketer, die Influencer-Kampagnen betreuen, befragt. Dabei zeigte sich die Marketing-Branche relativ zufrieden mit den Social-Media-Stars. 32 Prozent der Befragten gaben an, dass sie sogar mehr Geld investieren würden, wenn sie den Erfolg der Kampagnen besser messen könnten.

Die Beiträge scheinen jedoch Wirkung zu zeigen: 83 Prozent der befragten deutschen Verbraucher gaben an, schon einmal ein Produkt gekauft zu haben, das von einem Influencer empfohlen wurde. Die mangelhafte Messbarkeit – derzeit werden meist nur grobe Reichweiten ausgewiesen – lässt 77 Prozent der Marketer zweifeln, wie diese den Preis für ein bezahltes Posting berechnen sollen.

Weniger aktiv in Österreich

In Österreich fallen die Summen deutlich geringer aus. Die Regulierungsbehörde RTR ließ 2017 eine Erhebung der österreichischen YouTube-Szene durchführen. Demnach verdienen lediglich 44 der 100 populärsten YouTube-Kanäle aus Österreich zwischen 1000 und 2500 Euro, sechs Kanäle haben ein Monatseinkommen über 10.000 Euro. Die größten Einnahmen werden dabei mit Produktplatzierungen erzielt.

Auch die Arbeiterkammer Wien ließ im Vorjahr vom Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation (ÖIAT) eine Studie zu Influencer Marketing durchführen. Dabei warnte man vor Verstößen gegen das Verbot von Schleichwerbung, weswegen vielen Influencern hohen Geldstrafen drohen würden.