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Digital Life
11/23/2019

Willhaben gibt Details zu Hack bekannt, richtet Bitte an seine Nutzer

Die österreichische Verkaufsplattform informiert in einem Mail seine Nutzer über den Hacker-Angriff.

von Florian Christof

Am Freitag wurde bekannt, dass es bei der populären österreichischen Verkaufsplattform zu einem schwerwiegendem Hackerangriff gekommen ist. Dabei wurden Telefonnummern von Nutzern, die auf Willhaben registriert sind, entwendet. Mit diesen Telefonnummern ist es in der Folge zu einem breiteangelegten Phishing-Angriff auf Willhaben-Nutzer gekommen.

Die Verkaufsplattform hat nun in einer Aussendung an Willhaben-Nutzer Details zum Hackerangriff bekannt gegeben und sich bei den Betroffenen entschuldigt. "Wir möchten dir mitteilen, dass durch diesen Angriff verborgene Telefonnummern, die für andere Willhaben-Nutzer nicht sichtbar waren, ausgelesen wurden", heißt es darin.

Demnach konnte der Angriff, wenige Stunden nach Bekanntwerden unterbunden werden. "Solltest du in deiner Anzeige / deinen Anzeigen deine Rufnummer verborgen und trotzdem in den vergangenen Tagen eine Phishing-SMS erhalten haben, ist deine Telefonnummer leider von diesem illegalen Zugriff betroffen", schreibt Willhaben.

Willhaben bittet um Kontaktaufnahme

In diesem Fall, so warnt Willhaben, sollte man auf keinen Fall enthaltene Links öffnen. Und weiter: "Wir bitten dich telefonisch unter 01 205500-0 unser Support-Team zu kontaktieren." Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass zu "keinem Zeitpunkt der Zugriff auf Passwörter oder andere persönliche Daten möglich war".

Wie viele Nutzer betroffen sind, hat Willhaben nicht bekannt gegeben. Die Verkaufsplattform hat in Österreich jedenfalls mehr als eine Million registrierte Nutzer.

Polizeiliche Anzeige

Zu den genauen Hintergründen des Hacker-Angriffs gibt es noch keine weiteren Informationen. Aktuell laufen Ermittlungen. So hieß es bereits am Freitag: "Zu unseren derzeit laufenden Aufarbeitungs-Maßnahmen zählen u. a. offizielle polizeiliche Anzeigen hinsichtlich Cyberkriminalität als auch entsprechende Meldungen an die Datenschutzbehörde."