Digital Life
31.05.2017

Windows XP gegen WannaCry weitgehend immun

Windows XP ist laut einer Untersuchung der Sicherheitsforscher von Kryptos für die Erpressersoftware WannaCry nicht so anfällig, wie vielfach angenommen.

Als Mitte Mai die Ransomware WannaCry im Netz wütete und zahlreiche Rechner lahmlegte, waren vor allem veraltete Betriebssysteme davon betroffen. Dabei wurde auch Microsofts Windows XP oft genannt. Eine Untersuchung der Sicherheitsexperten von Kryptos legt nun nahe, dass Windows XP gegenüber WannaCry weit nicht so verwundbar ist, wie angenommen, berichtet The Verge.

„Blue screen of death“

Die Fähigkeit der Schadsoftware sich in verwundbaren Systemen selbstständig zu verbreiten, scheiterte laut den Sicherheitsforschern nämlich an dem veralteten Betriebssystem. Stattdessen führten Angriffe auf XP-Rechner häufig zum berüchtigten „blue screen of death“, der ein hartes Zurücksetzen erforderlich macht.

Zwar gelang es den Sicherheitsforschern WannaCry auf XP-Rechnern manuell zu installieren, selbstständig konnte sich die Malware jedoch nicht verbreiten. Im schlimmsten und wahrscheinlichsten Fall führe WannaCry bei Windows-XP-Rechnern dazu, dass diese in einen „blue screen of death“-Zustand verfallen würden, heißt es in dem Report.

Auch die Sicherheitsfirma Kaspersky Lab hatte bereits darauf hingewiesen, dass Windows-XP nur auf einem Bruchteil der von WannaCry infizierten Rechner lief. Am häufigsten waren laut Kaspersky Rechner mit Windows 7 und Windows Server 2008 betroffen.