Digital Life
08.02.2017

Wirtschaftsministerium fördert Maker Spaces

In einer ersten Ausschreibung über die FFG sollen drei Millionen Euro an heimische offene Werkstätten, wie Maker Spaces und Fab Labs, vergeben werden.

Das Wirtschaftsministerium will offene Werkstätten, wie Maker Spaces und Fab Labs, fördern. Das gab das Bundesministerium am Mittwoch bekannt. Demnach sollen im Rahmen der ersten Ausschreibung insgesamt drei Millionen Euro ausgeschüttet werden, die Vergabe erfolgt über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). Die Bewerbung ist bis zum 30. März 2017 möglich, die ersten Projekte könnten bereits im Sommer starten.

Maximal eine Million Euro pro Maker Space

„Damit erleichtern wir kleinen und mittleren Unternehmen und Unternehmensgründern den Zugang zu modernen Geräten. Zusätzlich wollen wir neue Zielgruppen für die Entwicklung von Innovationen gewinnen, darunter Gewerbetreibende, Schulen oder Vereine“, so Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner. In Österreich gibt es mehrere Maker Spaces und Fab Labs, unter anderem das Happy Lab Wien und Salzburg sowie der Maker Space Vienna vom Verein Maker Austria.

Je Innovationswerkstätte soll eine Förderung von bis zu einer Million Euro über fünf Jahre möglich sein, maximal die Hälfte der Kosten werden dabei übernommen. „Betreiber von Innovationswerkstätten können Unternehmen, Forschungseinrichtungen und sonstige nicht-wirtschaftliche Einrichtungen sein“, erläutern die FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner.

Förderung für Start-ups

In Maker Spaces und Fab Labs werden neben den Räumlichkeiten auch Werkzeuge und Geräte zur Verfügung gestellt, meist gegen eine relativ geringe Gebühr. Damit sollen auch Privatpersonen und Start-ups günstig Zugang zu teuren Maschinen wie Lasercuttern und 3D-Druckern bekommen. Staatssekretär Harald Mahrer hofft, dass diese der heimischen Start-up-Landschaft einen Schub verschaffen könnte.

Innovationswerkstätten sollen nicht nur eine Infrastruktur bieten, sondern auch einen Raum für die Entwicklung neuer Ideen, Projekte und Innovationsschwerpunkte, die direkt von den Nutzern eingebracht werden. Sie sollen neue Nutzergruppen mobilisieren und unterschiedliche Akteure vernetzten.“