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it-business
10/13/2010

Yahoo!-Chefin Carol Bartz ist überbezahltester CEO

Laut einem Bericht von Glass Lewis & Co. führt Yahoo!-CEO Carol Bartz die Liste der Firmenchefs an, die überproportional zu ihrer Leistung bezahlt werden. Den Großteil ihres Gehalts erhält Bartz allerdings nicht direkt.

von David Kotrba

Die US-amerikanische Beraterfirma Glass Lewis & Co. hat einen Bericht vorgelegt, der zeigt, welche Führungspersönlichkeiten von Unternehmen mit unterdurchschnittlicher Markt-Performance überdurchschnittlich viel verdienen. Ganz oben steht Yahoo!-Chefin Carol Bartz, die damit zum überbezahltesten CEO der Welt wird. Bartz kam 2009 zu Yahoo! und verdiente in ihrem ersten Jahr laut Glass Lewis & Co. 39 Millionen US-Dollar (27,9 Mio. Euro). Ihr Gehalt stellt einen Spitzenwert unter 25 überbezahlenden Unternehmen im Standard & Poor"s 500 Aktienindex dar.

Für die Auswertung wiegt Glass Lewis & Co. Daten wie den Aktienpreis, Cash Flow und Gewinn-Wachstum pro Aktie ab. "Bartz repräsentiert ein Problem, dass wir bei vielen anderen Firmen mit schwachen Bezahlung-für-Leistungs-Raten entdecken: Führungspersonen erhalten exzessive Kompensationen, um sie zu ermutigen einem Unternehmen beizutreten oder darin zu verbleiben", besagt der Bericht.

Yahoo! beeilte sich zu betonen, dass Bartz den Großteil ihrer Bezahlung in Form von Optionen erhält. Wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, kann Bartz diese Optionen einlösen, allerdings nicht vor 2013. Im Jahr 2010 ist der Kurs der Yahoo!-Aktie um 14 Prozent gefallen.

Am anderen Ende: Steve Jobs

Auf den Plätzen zwei und drei der überbezahltesten CEOs landen Michael Jeffries von Abercrombie & Fitch (Mode, 38,5 Millionen Dollar Gehalt) bzw. Eugene Isenberg von Nabors Industries (Erdölexploration, 38,2 Millionen Dollar). Am anderen Ende der Skala sitzt im übrigen Apple-CEO Steve Jobs. Er ist der unterbezahlteste CEO eines Unternehmens im Standard & Poor"s 500 Index. Seine jährliche Gage: 1 Dollar. Milliardär Jobs wird es verkraften.

(David Kotrba)

Glass Lewis & Co. ist eine der drei großen Proxy-Firmen in den USA. Proxy-Firmen erstellen Berichte über Unternehmens-Entwicklungen, informieren und beraten Firmen-Teilhaber (shareholders) bei Abstimmungen über die Unternehmensführung.
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