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Digital Life

YouTuber erpresst: Mann muss Strafe zahlen

Wer ein YouTube-Video erstellt, muss sich an Copyright-Richtlinien halten. Findet man seinen Content plötzlich bei einem anderen YouTuber, der diese Inhalte auch noch monetarisiert hat, kann man das Video "beanspruchen". Dafür muss das betroffene Video bei YouTube gemeldet werden. Laut der US-Richtlinien der Plattform unter dem Digital Millenium Copyright Act können Nutzer nach drei knapp aufeinanderfolgenden Meldungen gesperrt werden. Die geschädigte Person kann zudem eine Kompensation vom Kanalbetreiber des beanspruchten Videos fordern. 

Diesen Umstand nutzte der Betrüger Christopher Brady aus, um Geld zu erpressen. Er meldete gezielt Dutzende von Videos berühmter YouTuber und Minecraft-Streamer. Bevor er das jeweils dritte Video eines Streamers beanspruchte, verlangte er vom betroffenen Kanalbetreiber Summen zwischen 150 und 300 US-Dollar. Dafür verzichte er darauf, ein weiteres Video zu melden.

Mit Sperre gedroht

Mit der Sperre des Kanals hätten diese YouTuber Einbußen durch fehlende Einnahmen gemacht. Brady hatte es darauf angelegt, dass die Angst vor dem Verlust des Accounts und damit der Followerschaft bei den Streamern groß genug ist, um das geforderte Lösegeld zu bezahlen. Laut Ars Technica habe der Mann einen günstigeren Preis versprochen, wenn er in Bitcoin ausgezahlt würde.

Adressen ausspioniert

Ihm wird weiterhin vorgeworfen, er habe durch einen Copyright-Claim die Adresse eines Streamers ausspioniert. Mit der Information habe ihm anschließend ein Swat-Team in die Wohnung geschickt, lautet die Anklage von YouTube. Beweise dafür hat das Unternehmen allerdings nicht.

YouTube klagte Brady und man einigte sich nun auf eine Strafzahlung von 25.000 US-Dollar. Damit habe man gezeigt, dass der Missbrauch des Copyright-Systems ernsthafte Konsequenzen habe, sagte YouTube gegenüber Ars Technica.

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