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Empires & Allies
06/01/2011

Zynga startet Facebook-Strategiespiel

Mit 1. Juni bringt das erfolgreiche Entwicklerstudio erstmals ein Strategiespiel auf den Markt. „Empires & Allies“ erscheint gleichzeitig in zwölf verschiedenen Sprachen und soll laut Zynga am stärksten auf sozialen Features aufbauen. Man kann mit seinen Freunden, aber auch gegen sie spielen.

von Claudia Zettel

Der erfolgreiche Social-Games-Entwickler Zynga schlägt mit einem neuen Facebook-Spiel zu. Nach FarmVille und CityVille folgt mit „Empires & Allies“ das erste Strategiespiel, das laut Eigendefinition eine Mischung aus CityVille und dem Brettspiel Risiko sein soll. So viel Blut wie bei Konsolen-Kriegsspielen wie Call of Duty wird es bei dem neuen Zynga-Game nicht zu sehen geben, wie gewohnt setzt das Entwickler-Studio auch bei Empires & Allies auf seine bunten, cartoon-artigen Grafiken. Schauplatz von Empires & Allies ist eine verzweigte Insellandschaft.

Das Spiel besteht aus zwei wesentlichen Teilen: Zuerst sollen die Spieler einen Inselstaat aufbauen, sich bewaffnen und auf den Kampf mit Gegnern vorbereiten. Danach werden im Spielverlauf Truppen aufgebaut, Freunde rekrutiert und die Spieler treffen auf Verbündete sowie auf Feinde. Am Schluss wartet dann der Endgegner, den es zu besiegen gilt.

Hat man sich eine Insel gesichert, werden strategisch Behausungen, öffentliche Einrichtungen, Militärbasisstationen und Farmen mit Verteidigungsanlagen gegen Feinde aufgebaut. Anleitungen zum richtigen Aufbau des Insel-Imperiums kommen von einer persönlichen Militärberaterin namens Scarlett, sie führt mit Tipps durch das Spiel. Gemeinsam mit seinen Facebook-Freunden, die ebenfalls Empires & Allies spielen, können die Bösewichte im Game angegriffen und bekämpft werden. Wer es lieber eine Stufe gemeiner hat, kann aber – anders als etwa in FarmVille – nicht nur mit, sondern auch gegen seine Freunde spielen und deren Insel-Außenposten angreifen.

Zwölf Sprachen
Während der Vorgänger CityVille zum Start in fünf verschiedenen Sprachen auf den Markt kam, wird es Empires & Allies gleichzeitig in zwölf unterschiedlichen Sprachen - darunter neben Englisch, Französisch und Italienisch auch auf Deutsch - geben.

Insgesamt kommt Zynga derzeit mit seinem Portfolio auf weltweit 250 Millionen Nutzer. Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass der Social-Games-Entwickler Ende Juni seinen Börsengang bekannt geben will. 2011 soll Zynga Insidern zufolge umgerechnet etwa 1,3 Milliarden Euro Umsatz und 450 Millionen Euro Gewinn machen. Zuletzt wurde das Unternehmen mit sieben Milliarden Euro bewertet.

Langfristiges Erfolgskonzept?
Empires & Allies wird von Branchenkennern nun als Test dafür angesehen, ob Zynga seinen Erfolgslauf mit den Social Games auch langfristig fortsetzen wird können. FarmVille und CityVille zogen auf Facebook jeweils innerhalb kürzester Zeit ein Massenpublikum an. CityVille ist der bisher größte Franchise-Titel der Internetfirma und mit 90 Millionen Spielern pro Monat weiterhin die populärste Applikation auf Facebook.

Wer die App mit seinem Facebook-Account verknüpft, gibt dabei - wie bei den Vorgänger-Games auch - eine Reihe an Daten für Zynga frei. Dazu zählen neben Name und Profilbild auch Geschlecht, Facebook-Nutzer-ID, die persönliche Freundesliste sowie jegliche Information, die im Netzwerk mit allen geteilt wird. Zudem können dem User E-Mails zugeschickt und Postings auf der Pinnwand hinterlassen werden - letzters kann in den Privatsphäre-Einstellungen allerdings deaktiviert werden.

Mit der Veröffentlichung des Strategie-Games kommt Zynga dem mit Spannung erwarteten Facebook-Start der Civilization-Reihe zuvor, die unter dem Namen "Civilization World" spätestens im Sommer ihren Einstand feiern dürfte. Dabei soll es um eine aufwändige Umsetzung gehen, für die sich Spiel-Erfinder Sid Meier mit seinem Entwicklerstudio Firaxis persönlich eingebracht hat.