Beim Shooter Fortnite treten immer 100 Spieler gegeneinander an

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Games
10/17/2019

Europas größtes Fortnite-Turnier startet in Wien

Auf der Game City können sich Fans des Shooters ab Freitag drei Tage lang miteinander messen.

von Franziska Bechtold

3 Tage, 50 Matches, 5000 Teilnehmer und ein Sieger: Der eSport-Verband Österreich (ESVÖ) veranstaltet bereits zum zweiten Mal das größte Fortnite-Turnier in Europa und damit auch das größte eSport-Turnier Österreichs. Startschuss ist Freitag, 18. Oktober, um 9 Uhr auf dem Wiener Rathausplatz im Rahmen der Game City. Schauplatz ist die A1 eSport Arena, ein 400 m² großes Zelt, das mit 100 Gaming-PCs ausgestattet wurde. Erlaubt ist die kostenlose Teilnahme ab 12 Jahre.

„Wir wollen eine möglichst niedrige Einstiegshürde schaffen, deshalb registrieren sich die Leute vor Ort und können gleich loslegen“, sagt Manuel Haselberger, Pressesprecher des ESVÖ. Auch die Lange Nacht der Game City, die am Freitag, 18. Oktober, von 19 bis 24 Uhr stattfindet, wird für die Qualifikation genutzt. Das könnte ältere Spieler freuen, da hier nur noch über 16-Jährige auf dem Gelände sein dürfen und man sich nicht gegen die flinken Reflexe jüngerer Spieler behaupten muss. 

Goldenes Ticket

In der  Qualifikation treten immer 100 Spieler gleichzeitig gegeneinander an. Nach Einrichten der Spielumgebung, Anmeldung des eigenen Spielprofils und einer fünfminütigen Aufwärmphase starten die Matches. Gespielt wird auf eigens von Epic bereitgestellten Servern – also nicht im Internet. Die jeweils Erst- und Zweitplatzierten erhalten ein goldenes Ticket für das Finale am Sonntag, 20. Oktober. „Da wir wirklich den besten Spieler finden wollen, werden insgesamt drei Runden gespielt. Dann zählt nicht nur der Sieg, sondern auch die Punkte“, erklärt Haselberger. Während der Runden sind keine Zuschauer im Zelt zugelassen, um die Konzentration der Teilnehmer nicht zu stören.

Sachpreise

Natürlich gibt es auch Gewinne – aber nicht das große Preisgeld, mit dem man sich im eSport gerne rühmt: „Wir haben uns ganz bewusst gegen ein Preisgeld und für Sachpreise entschieden. Die Teilnehmer sollen mitmachen, weil sie Spaß am Spiel haben und nicht, weil es Tausende Euro zu gewinnen gibt“, sagt Haselberger. Mit den hohen Summen internationaler Wettbewerbe könne man ohnehin nicht mithalten.

Der Gewinner bekommt ein Huawei P30 Pro, einen AK Racing Gamingsessel, eine 100-Euro-Paysafe-Card und eine Jahreskarte für die Arena 52, die in Floridsdorf eine Infrastruktur für gemeinsames Spielen bietet. Der Zweitplatzierte geht, ganz nach dem Battle-Royal-Prinzip, leer aus.

In der A1 eSport Arena wird auf 400 m² gespielt.

Schiedsrichter sorgen für einwandfreies Equipment.

Der Vorjahressieger war der 17-jährige David „RLB Zoom“ Chojnacki.

100 Gaming-PCs stehen ab 9 Uhr für Spieler bereit.

Fortnite-Schiris

Begleitet wird das Event von 30 Schiedsrichtern. Sie werden vom ESVÖ in Seminaren ausgebildet. So konnte man bereits 150 eSport-Schiedsrichter zertifizieren. Die achten einerseits darauf, dass niemand schummelt, müssen aber hauptsächlich dafür sorgen, dass die Technik funktioniert. „Anders als beim Fußball übernimmt das Spiel selbst den Großteil der Regelungen. Schiedsrichter unterstützen die Spieler, sorgen für faire Rahmenbedingungen. Wenn zum Beispiel ein PC während einer Partie abstürzt, müssen sie die Situation klären“, so Haselberger.

Ob sich die österreichischen Stars der Fortnite-Szene – „Aqua“, „Stompy“ und „Tschinken“ – blicken lassen, bleibt abzuwarten. Sie wurden vom ESVÖ eingeladen, Absprachen gibt es aber keine. Das Turnier soll für alle zugänglich bleiben und mit den Profis wäre die Chance auf den Sieg klein. So können sich die Fans in einem fairen Wettkampf messen.