Games
07.09.2018

Fortnite auf Android auch ohne Google Play Store ein Erfolg

Obwohl Fortnite nicht im Google Play Store angeboten wird, spielen es bereits 15 Millionen Android-Nutzer regelmäßig.

Die Android-Version von Fortnite ist offenbar ein großer Erfolg. Laut Epic wurde das Spiel innerhalb der ersten drei Wochen von 15 Millionen Spielern installiert. Rund 23 Millionen Spieler hatten sich im Vorfeld für die Beta registriert. Die Entscheidung, das Spiel nicht über den Google Play Store anzubieten, hatte somit keinen nennenswerten Auswirkungen. Epic entschied sich offenbar dafür, den Play Store zu umgehen, weil man Google nicht an den Einnahmen des lukrativen Free-to-Play-Titels beteiligen wollte. Schätzungen zufolge dürften Google dadurch allein 2018 rund 50 Millionen US-Dollar an Einnahmen entgehen.

Die Entscheidung wurde nicht nur von Google kritisiert. Aufgrund der hohen Popularität von Fortnite fürchteten Sicherheitsforscher, Hacker könnten sich das zunutze machen und als Fortnite getarnte Malware leicht verbreiten. Laut Epic Games sei man bereits gegen 47 Webseiten erfolgreich vorgegangen, die diesen Trick nutzten. Man arbeite zudem aktiv mit Browser-Herstellern zusammen, um vor derartigen Seiten zu warnen. Auch Google weist mittlerweile aktiv bei Suchen im Play Store darauf hin, dass Fortnite nicht über den Play Store verfügbar ist.

Apple ließ Epic Games hingegen keine Wahl: Wer ein Spiel für iOS veröffentlichen möchte, muss es über den Apple App Store anbieten. Dort ist das Spiel seit Anfang April verfügbar. Im ersten Monat verzeichnete man Schätzungen zufolge rund elf Millionen Downloads, allerdings war der Titel damals als „Closed Beta“ nur einer eingeschränkten Zahl an Nutzern zugänglich. Nach rund drei Monaten erreichte die iOS-Version 100 Millionen Downloads.

In einem ausführlichen Blogpost klagt Epic Games jedoch über den hohen Aufwand, der erforderlich ist, um Fortnite auf der breiten Auswahl an Android-Geräten flüssig spielbar zu machen. Insbesondere bei Geräten, die älter als zwei Jahre sind, sei es oftmals schwierig, eine gute Performance zu bieten. Des Weiteren klagte man über die hohe Komplexität der Grafik-Bibliothek Vulkan, auf die Android setzt, sowie dass der für Spiele verfügbare Arbeitsspeicher von vielen Herstellern stark limitiert wird, um andere Apps aktiv zu halten. Man versuche, durch Anpassungen der Unreal Engine, die Leistung auf diesen Geräten weiter zu beschleunigen.