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Games
03/19/2019

Google stellt Game-Streaming-Dienst Stadia vor

Stadia soll ein hardwareunabhängiges Spieleerlebnis in 4K bieten. Ein eigener Controller spricht YouTube-Gaming-Profis an.

Auf der Game Developers Conference in San Francisco hat Google wie erwartet einen eigenen Game-Streaming-Dienst vorgestellt. Dieser hört auf den Namen Stadia. Er soll es Spielern ermöglichen, Spiele auf allen möglichen Endgeräten - vom PC bis zum Android-Smartphone oder (via Chromecast) auch am Fernseher - in hoher Auflösung (4K) und mit hoher Bildrate (60 fps) zu genießen.

Hardwareleistung irrelevant

Die Leistung der Hardware des jeweiligen Endgerätes soll dabei nahezu irrelevant sein. Die Rechenleistung übernehmen Googles Datencenter, dem Spieler werden die Spieleinhalte per Internetverbindung auf das Endgerät gestreamt. Wie Ars Technica berichtet, verspricht Google, künftig durch einen herkömmlichen Weblink direkt zu einem Spiel zu gelangen. Die Wartezeit, bis man daraufhin mit dem Spielen beginnen kann, soll minimal sein. "Das Spiel wird innerhalb von fünf Sekunden starten... ohne Download, ohne Updates, ohne Installieren", heißt es.

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Controller mit Spezialfunktionen

Für die Gaming-Plattform Stadia hat Google einen eigenen Controller entwickelt. Dieser weißt ein paar Besonderheiten auf. Unter anderem gibt es darauf einen Streaming-Knopf, mit dem Spielinhalte sofort als Video auf YouTube gestreamt werden können. Dies soll Videomacher ansprechen, die mit Gaming-Videos ein riesiges Publikum anlocken. Ein weiterer Knopf auf dem Stadia-Controller wird den Google Assistant ins Spielgeschehen einbinden. Den sprachgesteuerten Assistenten soll man um Unterstützung bitten können, wenn man in einem Spiel einmal nicht weiterkommt.

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Eigenes Spielestudio

Mehrere Spieleentwickler wurden bereits bei der Präsentation von Stadia als Partner genannt. Google will allerdings auch selbst zum Spieleproduzenten werden. Unter dem Namen Stadia Games and Entertainment wird eine eigene Google-Sparte selbst Spieletitel entwickeln und vermarkten, berichtet The Verge. Geführt wird Stadia Games and Entertainment von Jade Raymond, die zuvor bei den Spielekonzernen EA und Ubisoft gearbeitet hat.

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Startzeitpunkt unklar

Wann genau Stadia seinen Betrieb aufnehmen wird, bleibt auch nach der Präsentation unklar. Es soll jedenfalls noch 2019 soweit sein. Einer der ersten großen Spieletitel, der Stadia erreichen soll, ist "Doom Eternal". Das Spiel sei laut Produzent Vulkan in der Endfertigung. In "wenigen Wochen" könne man den Code für Stadia anpassen. Der Titel soll wie viele andere auf Stadia in 4K-Auflösung angeboten werden.