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06.04.2017

Project Scorpio: Microsoft verrät die Spezifikationen

Natives 4K-Gaming mit 60fps, 12 GB RAM und 6 Teraflops Leistung: Microsofts neue Xbox stellt Sonys PS4 Pro in den Schatten.

Microsoft hat die finalen Spezifikationen von Project Scorpio enthüllt, wie Digital Foundry berichtet. Die technischen Merkmale klingen vielversprechend und sollten ein natives 4K/UHD-Gaming mit 60 fps ermöglichen.

Ähnlich wie die PS4 Pro ist Scorpio eine Art Zwischenschritt zur nächsten Konsolen-Generation. Die Basis ist die Xbox One, zu deren Spielen sie kompatibel ist. Neue Xbox-One-Games, die für Project Scorpio optimiert sind, sollen eine deutlich bessere Grafik bieten, mit mehr Details und einer höheren Auflösung, was vor allem Besitzer von UHD-TVs zu Gute kommt.

Deshalb ist der Grafikprozessor das Herzstück von Scorpio. Er ist wieder von AMD entwickelt, besteht auf 40 Einheiten und taktet mit 1.172 MHz. Bei der Xbox One waren es 12 Einheiten mit 853 MHz, bei der PS4 Pro sind es 36 Einheiten und 911 MHz. Damit erreicht Microsoft das Ziel, das sie sich für Scorpio gesetzt haben: Eine GPU-Rechenleistung von sechs Teraflops. Die GPU der PS4 Pro schafft 4,2 Teraflops.

12 GB RAM

Die CPU mit x86-Architektur hat acht Kerne und 2,3 GHz. Bei der normalen Xbox One sind es 1,75 GHz, bei der PS4 Pro 2,11 GHz. Scorpio hat beeindruckende 12 GB DDR5 RAM. Diese sind aufgeteilt in Bausteine zu je ein GB, wovon jeder ein 32-Bit-Interface hat. Daraus ergibt sich ein 384-Bit-Bus und eine theoretische maximale Speicherbandbreite von 326 GB pro Sekunde. Die 8 GB der Xbox One ermöglichten 204 GB pro Sekunde, die 8 GB der PS4 Pro 218 GB pro Sekunde.

Einen Haken gibt es aber. Von den 12 GB sind 4 GB für das Betriebssystem reserviert. Das heißt die Spieleentwickler können nur 8 GB nutzen. Laut Microsoft ist dies nötig, um das Dashboard in der nativen UHD-Auflösung darzustellen. Bei der Xbox One waren 3 der 8 GB RAM für das Betriebssystem reserviert.

Die Festplatte ist 1 TB groß, genauso wie bei der PS4 Pro. Das Laufwerk spielt auch 4K/UHD-Blu-rays ab. Das Laufwerk der PS4 Pro beherrscht nur normale Blu-rays.

UHD mit 60 fps

Digital Foundry wurde ein Demo gezeigt, bei dem Forza Motorsport in nativer 4K/UHD-Auflösung mit fixierten 60 fps dargestellt wurde. Die GPU war dabei nur zu 60 bis 70 Prozent ausgelastet. Das legt nahe, dass Microsoft bei allen neuen Games anpeilt, die UHD-Auflösung mit stabilen 60 fps zu liefern. Ähnlich wie bei der PS4 Pro sollen auch Spiele auf FullHD-TVs besser aussehen und hohe Frameraten bieten, wenn diese für Scorpio optimiert sind.

Bei der PS4 Pro werden nur wenige Titel nativ in UHD aufgelöst. Viele Games haben Auflösungen, die zwischen FullHD und UHD liegen, wie etwa 1400p, 1530p oder 1800p. Diese werden dann per Rendering, Upscaling oder einer Kombination daraus auf die UHD-Auflösung 2160p hochgerechnet.

Wie Project Scorpio als serienreifes Produkt aussehen und heißen wird, wann es erscheint und wie viel es kostet, wird Microsoft voraussichtlich auf der Spielemesse E3 verraten. Diese findet Mitte Juni in Los Angeles statt.