Games 13.04.2018

Ransomware: Zum Entschlüsseln der Daten muss PUBG gespielt werden

© Bild: PlayerUnknown's Battlegrounds

Die Malware gibt die Dateien des Users erst frei, wenn der Shooter Playerunknown’s Battlegrounds gespielt wird.

Mit Ransomware versuchen Cyberkriminelle User zu erpressen. Das Schadprogramm verschlüsselt die Daten des Nutzers. Um den Schlüssel zum Entsperren zu bekommen, muss Lösegeld gezahlt werden, meistens in der Form von Bitcoin oder anderen Kryptowährungen. Eine neue Ransomware will aber stattdessen, dass man Computerspiele spielt, berichtet Bleeping Computer.

„Deine Dateien sind verschlüsselt durch die PUBG Ransomware! Aber keine Sorge, das Entsperren ist nicht so schwer! Ich will dein Geld nicht! Spiel einfach eine Stunde PUBG!“ ist auf dem Bildschirm zu lesen, nachdem man sich die Malware eingefangen hat.

© Bild: bleepingcomputer.com

Bei PUBG handelt es sich um das populäre Battle-Royale-Spiel PlayerUnknown’s Battlegrounds. In diesem Jahr hat aber der Genre-Konkurrent Fortnite: Battle Royale PUBG den Rang abgelaufen. Während Fortnite immer mehr Spieler bekommt, gehen sie bei PUBG langsam zurück. Vielleicht wurde die Malware von einem Fan gemacht, der so neue Spieler für PUBG gewinnen will.

Die ganze Aktion dürfte aber als schlechter Scherz zu verstehen sein. Es sind lediglich die Dateien am Desktop verschlüsselt und man muss auch nicht eine Stunde PUBG spielen, sondern nur drei Minuten. Und wer selbst das nicht will, kann einfach den Entschlüsselungscode eingeben, der direkt am Bildschirm der Malware angezeigt wird. Auch wenn es ein Witz ist: Es ist immer noch Schad-Software. Sollte man sich den Erpressungstrojaner eingefangen haben, sollte man über die IT-Sicherheit seines Computers nachdenken.

( futurezone ) Erstellt am 13.04.2018