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28.08.2016

Resident Evil 5 für PS4: Geniales Coop-Game, gut gealtert

Das meiner Meinung nach beste Resident Evil wurde grafisch für die PS4 und Xbox One aufgearbeitet, enthält alle DLCs und kostet 20 Euro.

Auch wenn ich mich bewusst mit der obigen Aussage bereits vor dem Fazit zum Buhmann gemacht habe, stehe ich dazu. Ich bin ein Coop-Fan und Resident Evil 5 ist für mich eines der besten Buddy-Coop-Spiele. Und auch wenn es kein klassisches Resi ist, ist es derzeit mein Lieblings-Titel aus Capcoms Zombie-Saga.

Entsprechend erfreut war ich, als Capcom die Neuauflage für Resident Evil 5 für PS4 und Xbox One angekündigt hat. Das Original ist 2009 für PS3 und Xbox360 erschienen. Ich habe Resident Evil 5 auf der PS4 getestet – natürlich im Coop-Modus.

Galerie: Resident Evil 5 für PS4

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Besser im Komplettpaket

Um 20 Euro bekommt man das Hauptspiel, zwei Story-DLCs, den Versus-Modus, einen überarbeiteten Söldner-Modus bei dem Charaktere und Kostüme schon freigeschaltet sind, vier DLC-Kostüme und einen neuen Schwierigkeitsgrad. Der neue Schwierigkeitsgrad erhöht die Gegneranzahl, was auf der PS3 und Xbox360 aufgrund der geringeren Rechenleistung nicht möglich war.

Das Komplett-Paket zeigt, für wen das Spiel gedacht ist: Gamer, die schon auf den alten Konsolen Resident Evil 5 gespielt haben und für wenig Geld den Coop-Genuss nochmal erleben oder die Gelegenheit nutzen wollen, die zuvor verpassten (weil übertrieben teuren) DLCs nachzuholen.

Besser zu zweit

An der Handlung oder dem grundlegenden Gameplay wurde nichts geändert. Chris Redfield und Sheva Alomar sind in Afrika, um einen Waffenhändler zu fassen. Wenig überraschend tauchen schon bald Zombie-ähnliche Feinde auf.

Resident Evil 5 wurde stark kritisiert, weil der Fokus auf Action und nicht auf Gruseln liegt. Statt Schock durch Schreckeffekte setzt der fünfte Teil auf Adrenalin durch Panik. Man sieht die Gegner fast immer kommen und fast immer sind diese zahlenmäßig überlegen oder vermeintlich unaufhaltbar.

Damit das Ganze nicht zu einfach wird, gibt es nur beschränkten Inventar-Platz und eine ständige Munitionsknappheit. Immerhin leidet man nicht alleine. Das gesamte Spiel wird zu zweit gespielt. Man kann dem Partner helfen und stärkere Gegner mit gemeinsamen Nahkampfangriffen schneller besiegen. Wird alleine gespielt, übernimmt die KI den Partner.

Bessere Grafik

Resident Evil 5 ist sehr gut gealtert. Die Auflösung in 1080p ist scharf, die Lichteffekte wurden überarbeitet und die Schatten haben eine merkbar geringere Treppchen-Bildung.

Auch die Charaktere wurden generalüberholt – vielleicht sogar etwas zu gut. Chris Redfield sieht in der aufgehübschten Version ein paar Jahre jünger als im Original aus. Besonders stark sieht man den Unterschied, wenn man sein Gesicht in einer der alten, vorberechneten Zwischensequenzen und danach Ingame sieht.

Ganz ohne Altersflecken geht es aber nicht. Immer wieder sieht man im Spiel Texturen, die nicht ausgetauscht wurden und deshalb in der höheren Auflösung verwaschen aussehen. Die 60 fps können zudem nicht an allen Stellen im Spiel gehalten werden. Bei vielen Gegnern gleichzeitig geht die Framerate etwas runter.

Bessere Steuerung

Die Basis-Gameplay ist gleichgeblieben: Schießen und laufen funktioniert nicht gleichzeitig. Nicht mal nachgeladen werden kann beim Gehen. Das Messer muss erst durch Drücken der L1-Taste gezogen werden, um einen Nahkampfangriff durchzuführen.

Ich bin froh darüber, dass sich daran nichts geändert hat. Im Vergleich zu den heute üblichen Shootern und Action-Games ist es mal wieder eine schöne Herausforderung und ein Nervenkitzel. Bleibe ich stehen um den Schuss auf den Zombiekopf zu riskieren oder laufe ich lieber weg und damit Gefahr in ein paar Metern Entfernung umzingelt zu werden?

Ein wenig nachbessert hat Capcom trotzdem. Die Kamera-Perspektive ist eine Spur weiter hinten, wodurch man etwas mehr von der Umgebung sieht. Wer will kann die alte Perspektive in den Einstellungen aktivieren.

In den Einstellungen kann auch die Geschwindigkeit für das Zielen höher gestellt werden. Das zusammen mit der höheren Framerate erlaubt ein flüssigeres und schnelleres Zielen und Schießen und reduziert damit zumindest ein paar der Frustmomente von früher.

Fazit

Auf der PS4 habe ich jetzt Resident Evil 5 zum fünften Mal im Coop durchgespielt und ich bin mir sicher, dass ein sechstes und siebentes Mal folgen wird. Das sieben Jahre alte Spiel macht mir wieder Spaß und ist die 20 Euro wert – nicht auch, sondern gerade wenn man Resident Evil 5 bereits auf der PS3 hat.

Das gilt allerdings nur wenn man Coop spielt. Es gibt wieder einen Splitscreen-Modus, der hat aber, wie schon bei der PS3-Variante, schwarze Balken. Besser spielt es sich online mit einem Freund mit Headset oder, idealerweise, im Wohnzimmer mit zwei Bildschirmen und zwei PS4s nebeneinander.

Für Einzelspieler ist Resident Evil 5 nicht geeignet. War es schon nicht auf der PS3 und ist es jetzt nicht auf der PS4. Wer Resident Evil 5 noch nicht kennt und eine Vorliebe für Coop-Spiele hat, sollte dem Game eine Chance geben.