Games
20.07.2018

Scarlett: Neue Xbox soll vor PlayStation 5 erscheinen

Die nächste Konsolengeneration könnte früher kommen als man glaubt. Ein bekannter Analyst glaubt, dass Microsoft Sony zuvorkommt.

Microsoft wird Sony bei der nächsten Konsolengeneration zuvorkommen. Das glaubt zumindest der auf die Videospiel-Branche spezialisierte Analyst Michael Pachter, der bei Wedbush Securities beschäftigt ist. „Ich bin mir sicher, dass Microsoft zuerst starten möchten und ich bin mir ebenso sicher, dass die neue Xbox abwärtskompatibel mit Xbox-One-X-Software sein wird“, so Pachter gegenüber Gamingbolt. Er glaubt, dass die Konsole voraussichtlich 2020 auf den Markt kommen wird. Microsoft könnte den Start aber vorziehen, wenn Sony ebenfalls 2020 mit der PlayStation 5 an den Start geht.

Pachter ist bekannt, gilt aber trotz seiner langjährigen Karriere als Analyst als umstritten. Der US-Amerikaner sorgte oftmals mit umstrittenen Aussagen für Schlagzeilen, beispielsweise als er Fans, die sich über das Ende von „Mass Effect 3“ beklagten als „weinerlich“ bezeichnete und den verstorbenen Nintendo-CEO als „nicht so großartig“ kritisierte. Facebook-CEO Mark Zuckerberg bezeichnete er als „unreif“, weil er zum Börsengang des US-Konzerns einen Kapuzenpulli trug.

Die Gerüchte um eine neue Xbox haben sich zuletzt verdichtet. Xbox-Chef Phil Spencer bestätigte bereits im Juni, dass an der neuen Konsolengeneration gearbeitet wird. Spencer betonte dabei, dass das gleiche Team an der neuen Xbox arbeite, das bereits die Xbox One X entwickelt hat. Diese Aussage wurde von vielen Beobachtern so interpretiert, dass die kommende Xbox zumindest zur Xbox-One-Generation abwärtskompatibel sein könnte. So könnten für die Xbox One gekaufte Spiele auch auf der neuen Xbox gespielt werden. Laut Spencer soll die nächste Konsolengeneration besonders großen Wert auf hohe Auflösungen sowie hohe Bildraten und Bildfrequenzen legen.

Einem Bericht des Microsoft-Blogs Thurrott.com zufolge arbeitet Microsoft unter dem Codenamen „Scarlett“ an mehreren Xbox-Geräten. Microsoft könnte somit künftig statt einer Basis-Konsole ein Portfolio an verschiedenen Spielkonsolen anbieten. Wie sich diese unterscheiden, ist derzeit unklar. Gerüchten zufolge könnte es sich bei einem Modell aber um ein Gerät handeln, das Spiele-Streaming ermöglicht. Microsoft bestätigte bereits bei der diesjährigen E3-Pressekonferenz, dass man an einem Game-Streaming-Dienst arbeitet, mit dem „Videospiele in Konsolenqualität auf jedem Gerät“ gespielt werden können.

Schwache Verkaufszahlen

Laut Mat Piscatella, Analyst bei NPD, hätte die Ankündigung einer neuen Xbox kaum Auswirkungen auf die Verkaufszahlen der Xbox One X, die erst im November 2017 auf den Markt kam. Microsoft verzichtet bereits seit längerer Zeit darauf, Verkaufszahlen bekannt zu geben. Offiziell messe man den Erfolg nun auf Basis anderer Metriken, wie der durchschnittlichen Spielzeit, tatsächlich liegt der US-Konzern aber deutlich hinter Sonys PlayStation 4. Laut VGChartz konnte Sony mehr als 80 Millionen PlayStation 4 verkaufen, wohingegen Microsoft lediglich 37,8 Millionen Xbox One absetzen konnte.