Games
13.03.2018

Spieleentwickler antworten Trump mit Video

Ein Videoclip soll dem US-Präsidenten zeigen, dass Videospiele nicht nur gewalttätige Seiten haben.

US-Präsident Donald Trump hat sich nach dem verheerenden Amoklauf an einer Schule im US-Bundesstaat Florida kritisch gegenüber Videospielen geäußert. Er verurteilte unter anderem Gewalt in den Games und forderte eine härtere Regulierung der Inhalte. In diesem Zusammenhang fand im Weißen Haus auch ein Meeting zwischen Trump und der Gaming-Industrie statt, das allerdings ohne Ergebnis zu Ende ging. Zu Beginn des Meetings zeigte Trump einen 88-sekündigen Videoclip mit gewalttätigen Szenen in Games.

Die Videospiel-Nonprofit-Organisation Games for Change hat nun als Antwort auf dieses Video selbst einen 88-sekündigen Clip produziert, der die positiven Seiten von Games hervorstreicht. Asi Burak, Chef von Games for Change, erklärte gegenüber Venturebeat in einem E-Mail: „Es ist ein Liebesbrief an die Industrie und an das Medium. Wir hoffen, dass es zur Diskussion beiträgt und die Schönheit und Freude von Games auf einen anderen Weg als das Video des Weißen Hauses zeigt.“

Der Clip enthält unter anderem Spielszenen von Zelda, Minecraft, Little Big Planet und anderen Games. Auch the Last of Us und Horizon Zero Dawn sind vertreten, die nicht unbedingt der Kategorie "friedliche Videospiele" zuzuordnen sind. Beendet wird der Clip mit der Botschaft: „An alle Spielemacher und Spieler, danke.“

Trumps Video wurde einige Tage zuvor auf dem YouTube-Channel des Weißen Hauses veröffentlicht. Darin zu sehen sind Call of Duty, Sniper Elite, Dead by Daylight, The Evil Within, Wolfenstein und Fallout.