Games
31.03.2016

Vortrag: Wie Publisher Indie-Entwickler sehen

Indie-Entwickler können allein bestehen, müssen das aber nicht. Viele große Publisher bieten den kleinen Studios Hilfe an, ohne dabei ihre Unabhängigkeit zu gefährden.

Heutzutage ist die Versuchung als Indie-Entwickler groß, ein Spiel ohne fremde Hilfe zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Warum auch nicht? Tools wie Unity und Co. sind kostenlos oder gegen geringe Gebühr verfügbar, zudem ist auch der Vertrieb dank App Stores und Plattformen wie Steam zum Kinderspiel verkommen. Doch die harte Realität sieht oftmals anders aus. Vor lauter hochwertiger Indie-Titel sehen viele Gamer die wahren Perlen nicht mehr - hier kann ein wenig Hilfe von den "Großen" oftmals hilfreich sein.

Doch wie kommt man an die "Großen"? Dieser Frage widmet sich heute Phil Elliott, Community-Leiter beim japanischen Publisher Square Enix. Im Rahmen der von der Wiener Wirtschaftskammer geförderten Vortragsreihe "Subotron Pro Games" gibt Elliott einen Einblick in die Perspektive eines internationalen Publishers und dessen Zusammenarbeit mit Indie-Entwicklern.

Indie-Chef bei Square Enix

Elliott hat das "Square Enix Collective" gegründet, der Indie-Arm des japanischen Spiele-Konzerns. Diese soll gezielt Indie-Projekte unterstützen - sei es nun mit Beratung, Unterstützung für Crowdfunding-Kampagnen, Investments oder auch als Publisher oder Vertriebspartner. Zudem ist Elliott Community-Chef bei Square Enix und versucht dabei auch Fan-Projekte zu unterstützen - beispielsweise die beliebte "Multiplayer Mod" von Just Cause 2. Davor war er als Journalist tätig, unter anderem als Chefredakteur von GamesIndustry.biz sowie bei GameSpot und der BBC.

Der Vortrag findet um 19 Uhr im Raum D (quartier 21) des Wiener Museumsquartiers statt. Der Eintritt ist frei.

Unterstützung für Studenten-Projekte

Apropos Starthilfe: Subotron bietet mit seinem "Live Pitch"-Wettbewerb Unterstützung für heimische Spiele-Projekte an. Der Call für Unternehmensprojekte ist bereits abgeschlossen, Studentenprojekte können sich aber weiterhin bewerben. Dem Sieger winkt ein Bargeldpreis in der Höhe von 2.000 Euro von der Wirtschaftskammer Wien sowie ein Experten-Coaching. Die Anmeldung ist noch bis zum 26. April möglich, der Live Pitch wird dann am 2. Juni stattfinden. Den Profis kann man bereits am 14. April über die Schulter schauen. Dann werden vier heimische Unternehmen ihre Games-Prototypen präsentieren und um den Preis von 3.000 Euro kämpfen.