Games
04.01.2019

VR und 4K: Mad Box soll die stärkste Konsole aller Zeiten werden

Die Mad Box soll, trotz der höheren Leistung, preislich mit der Konkurrenz mithalten können.

Die Slightly Mad Studios – bekannt unter anderem für Project Cars und ein Spiel zum Red Bull Air Race – wollen eine eigene Spielekonsole auf den Markt bringen. Dies teilte der CEO des Entwicklungsstudios, Ian Bell, am Mittwoch via Twitter mit. Die Bekanntgabe mag zwar auf den ersten Blick wie eine Falschmeldung erscheinen, da der Account erst am Mittwoch eingerichtet und noch nicht verifiziert wurde – allerdings wurden die Tweets vom offiziellen Firmenaccount retweeted, was ihre Echtheit bestätigen dürfte.

Dem Tweet zufolge wird die Spielkonsole mit dem Namen „Mad Box“ 4K und VR mit 60 Frames pro Sekunde ermöglichen – 60 fps „pro Auge“, wie Bell in späteren Tweets immer wieder betont. Insgesamt ist also von 120 fps die Rede.

Ansonsten sind offizielle Informationen rund um die geplante Konsole eher rar gesät. Auf der News-Seite des Studios gibt es keine weiteren Details, und unter den Jobangeboten wird niemand gesucht, der die für ein solches Projekt benötigte Expertise mitbringt. Dabei wäre das nötig: Bei Ars Technica merkt man an, dass das Studio keinerlei Erfahrung im Hardware-Bereich mitbringt und daher eine Realisierung der Vision, gelinde gesagt, eine Herausforderung darstellt. Auf Twitter zogen manche User Parallelen zur Android-Konsole Ouya, die sich als Ladenhüter entpuppte.

Zeitplan und Preis

Gegenüber Variety bestätigt Bell aber seine Ankündigung, auch in Bezug auf die VR-Performance mit 120 fps. Die Leistung soll mit jener eines „sehr schnellen PCs in zwei Jahren“ vergleichbar sein, und die Konsole soll die meisten gängigen VR-Headsets unterstützen. Bell möchte außerdem eine drahtlose Verbindung mit VR-Brillen ermöglichen.  

Die Konsole soll in drei Jahren weltweit erhältlich sein, wie Bell gegenüber Variety betont, und als Konkurrent zu etablierten Größen wie den Xbox- und Playstation-Produktreihen auftreten. Auch preislich soll die Konsole mit der Konkurrenz mithalten können, dafür will Bell eine geringere Marge in Kauf nehmen. Man befinde sich bereits in Gesprächen mit Hardwareherstellern, sagt Bell: Weitere Details könne er aber zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht verraten. Erste Bilder vom Design der Konsole will er in vier bis sechs Wochen liefern.

Keine Exklusivtitel

Exklusivtitel sind laut Bell nicht geplant, da man die Entwickler nicht zwingen wolle, andere Plattformen auszuschließen. Die Slightly Mad Studios bieten mit der Madness Engine bereits eine Entwicklungsplattform, bei der Spiele wie „Project Cars“ für verschiedene Plattformen entwickelt werden können. Laut Website dürfe außerdem eine Plattform namens ioTech in Arbeit sein, mit der die Entwicklung von VR-Inhalten erleichtert werden soll.