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Smarthome

Der Kühlschrank braucht keinen IQ

Wann gilt ein Haus als intelligent? Wenn der Kühlschrank Milch bestellt? Das Haus erkennt, wer heimkommt und automatisch dessen Lieblingsmusik erklingen lässt? Vor zehn Jahren konnte ich meiner Espresso-Maschine ein SMS schicken und sie bereitete Kaffee zu. „Cool“ war die erste Reaktion von Freunden und Bekannten, als sie diese „Innovation“ sahen, die so sinnvoll nicht war.

Eingeschränkt
Denn immerhin muss jemand frisches Wasser in den Tank füllen und eine Tasse unter die Brüheinheit stellen. Meine intelligente Espressomaschine gibt es längst nicht mehr, aber ich wollte damals demonstrieren, was so alles möglich ist, was sich so alles steuern lässt. Per SMS. Heute leben wir mitten im Web- und App-Zeitalter. Hochauflösendes TV, Breitband-Internet, Web-Radio und Tablets, die mit Apps bestückt sind und Geräte im Haus steuern können. Das hat Potenzial. Dass es den Milch-bestellenden Kühlschrank noch immer nicht gibt, hat wohl einen guten Grund. Technik soll dem Menschen nützen, seinen Alltag erleichtern, aber ihn nicht bevormunden. Denn der Mensch muss – Geräte-IQ hin oder her – die Kontrolle behalten können. Erst recht, wenn es zu einem System- oder Stromausfall kommt.

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