Meinung
29.09.2018

Mit Google seit 20 Jahren sicher im Internet unterwegs

Ein Gastkommentar von Urs Hölzle, verantwortlich für das Design und den Betrieb der Rechenzentren für sämtliche Google Dienste.

Wir alle schätzen die Möglichkeiten, die uns die Digitalisierung bietet. Unterwegs mit dem Smartphone die Wegbeschreibung auf Google Maps aufrufen, zu Hause auf dem Sofa ihren Google Assistent nach dem Wetter  fragen oder im Büro ihre Dokumente mit GSuite abrufen, um sie weiter zu bearbeiten – diese und andere Online-Dienste nutzen wir Tag ein Tag aus im privaten und beruflichen Alltag.

Mit Hilfe Ihrer Klicks können wir diese Dienste stetig verbessern und die Anwendung einfach, intuitiv und nützlich gestalten. Betrachten wir als Beispiel die Google-Suche, die vor rund 20 Jahren in einer Garage in Mountain View erstmals live ging. Damals zeigte Google seinen Nutzern gerade einmal zehn blaue Links als Suchresultate. Seither hat sich der Dienst massiv verbessert. Heute können wir die Nutzer bereits bei der Eingabe der Suchanfrage unterstützen. Dafür haben wir ein Modell zur Rechtschreibkorrektur entwickelt, das von Nutzern lernt, die bereits denselben Tippfehler gemacht haben. In die Google-Suche können ausserdem nützliche Informationen aus anderen Google-Diensten wie Gmail, Google-Fotos, Google-Kalender integriert werden und bei der Suche als private Suchergebnisse angesehen werden. Sucht ein angemeldeter Nutzer "mein Zahnarzttermin", "meine Fotos am Strand" oder "in welchem Hotel werde ich übernachten", ruft Google automatisch die Informationen aus den Diensten ab und stellt sie ihm so in nur einem Schritt zur Verfügung.

Verkaufen keine persönlichen Daten

Denselben Ansatz verfolgen wir auch, wenn es um Werbung geht. Ein Grossteil unseres Geschäfts basiert darauf, relevante Werbung zu schalten, sowohl in den Google-Diensten als auch auf Websites und in mobilen Applikationen unserer Partner. Werbung ermöglicht es uns, unsere Dienste weiterhin kostenlos bereitzustellen. Google verwendet Daten nur, um Nutzern individualisierte Werbung einzublenden, wir verkaufen aber nie persönlichen Daten wie Namen, E-Mail-Adressen und Zahlungsinformationen an Dritte.

Ich selbst kümmere mich um die Sicherheit der Google-Datacenter. Seit jeher benutzen wir die neuesten Technologien, um die Daten unserer Nutzer zu schützen. Strenge Personenkontrolle, 100% Verschlüsselung von Daten, Shredder für alte Disks, Rechner mit Google-entwickeltem Sicherheitschip, Security Keys zum Kontoschutz: wir beschäftigen hunderte von Spezialisten, um Ihre Daten zu schützen.

Made in Europe

Dieselben Sicherheitsansprüche stellen wir auch an unsere Google-Dienste für Konsumenten. Wir blicken dabei auf eine 20-jährige Geschichte in der Entwicklung von Sicherheitstechnologie zurück, von der nicht nur unsere eigenen Nutzer profitieren, sondern die gesamte Online-Welt. Denn wir geben viele unserer neuesten Lösungen als Open Source weiter, damit sie allen zugute kommen.

Ich bin sehr stolz darauf, dass einige davon “Made in Switzerland” (Zürich) oder “Made in Germany”  (München) sind, z.B. Sicherheitstools wie das “Safe Browsing” in Google Chrome oder “Mein Konto” für alle Google Nutzer.

Unter "Mein Konto" können Sie die Einstellungen der Privatsphäre und Sicherheit jederzeit individuell anpassen. Ich möchte Sie deshalb dazu ermuntern, einen Blick auf das persönliche “Google Konto” zu werfen und einen “Privacy und Security”-Check zu machen. So kann jeder Nutzer selbst einstellen, ob Google zum Beispiel Wegbeschreibungen speichern darf oder die Konversation mit dem Google Assistenten löschen soll. Transparenz und Kontrolle für unsere Nutzer, das ist unser Motto bei Google. Darauf sind wir stolz, seit nunmehr 20 Jahren.

Zur Person

Der Liestaler Urs Hölzle verantwortet das Design und den Betrieb der Server, Netzwerke und Rechenzentren für sämtliche Google Dienste, sowie die Entwicklung der Software-Infrastruktur, welche von Googles Applikationen beansprucht wird. Urs stieß als erster Vice President für den Bereich Engineering zum Unternehmen und leitete fortan die Weiterentwicklung von Googles ursprünglicher technischer Infrastruktur.

Urs war einer der Pioniere der "Just-in-Time-Kompilierung", eine grundlegende Technik der heutigen Java Compiler und dem V8 Javascript VM im Chrome Browser. Während seiner Tätigkeit als lehrender Professor an der University of California Santa Barbara (UCSB), wurde ihm in Anerkennung seiner Arbeit an High-Performance-Implementationen von objektorientierten Programmiersprachen der Career Award der National Science Foundation verliehen. Urs hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und US-Patente verfasst und ist Fellow der Association for Computing Machinery (ACM) und Mitglied der Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften (SATW). Urs ist im Vorstand des US World Wildlife Fund und verantwortet ebenfalls das Engagement des Unternehmens bei der Climate Savers Computing Initiative, welche Google mit Intel und dem WWF mitbegründete.