© Florian Christof

myfuzo | Blog
05/22/2014

Mit Mährobotern unterwegs in der Marchfelder Prärie

Sechs Rasenmähroboter einem Test zu unterziehen, ist eine besondere Herausforderung: Von Wetterverhältnissen, Koordinierungsproblemen und einem kleinen Arbeitsunfall.

Wo findet man in Wien eine Rasenfläche, die groß genug ist, um sechs kleine Gärten zu simulieren? Stadtpark, Burggarten oder Türkenschanzpark sind nicht wirklich dafür geeignet. Zumal der Rattenschwanz an bürokratischen Genehmigungen eine kaum bewältigbare Hürde darstellen würde. Auf der Suche nach einer passenden Grünfläche wurde ich schließlich beim Fertigrasenhersteller Zehetbauer fündig.

Unendliche Weiten

Vergangene Woche haben sich nun sechs verschiedene Rasenmähroboterhersteller auf den unendlichen Weiten des Marchfelds eingefunden, um im anhaltenden Nieselregen ihre kleinen, automatischen Mäher zu installieren. Fortan sollten die Roboter gut eine Woche lang ihr abgestecktes Feld zurechtstutzen. Erschwert wurde die Aufgabe durch die widrigen Wetterverhältnisse mit starken Windböen und an die 30 Millimeter Niederschlag in nur zwei Tagen.

Als sich der Himmel wieder lichtete und die Sonne durchkam, vereinbarte ich mit unserem Fotografen einen Termin bei den Simulationsgärten. Detaillierte Wegbeschreibung und Geo-Koordinaten konnten allerdings nicht verhindern, dass sich das kleine Kurier-Auto samt Fotograf im Marchfelder Nirgendwo wiederfand.

Schlussendlich gab es aber dann doch noch ein Zusammentreffen der Mähroboter mit Fotograf und Redakteur. Die sechs automatischen Mäher haben die vergangenen Tage gut überstanden. Es gab keine Ausbüchsversuche. Alle waren brav in ihrem Gehege geblieben und haben dort erfolgreich verhindert, dass das Gras in die Höhe wächst.

Oh, my only sunshine

Redakteure sind ja eher an klimatisierte und abgedunkelte Büroräume gewöhnt, als weite Felder mit unentrinnbarem Sonnenlicht. Und so hat es am Ende doch noch einen kleinen Arbeitsunfall gegeben. Nachdem ich einen Tag lang in der prallen Sonne in der "Marchfelder Prärie" mit gesenkten Kopf hinter Mährobotern hergelaufen bin, machte ich mich mit stark gerötetem Nacken vom Acker. Wieder zurück im Großraumbüro hielt sich das Mitleid der Kollegen in Grenzen. Ganz im Gegenteil: Das "Redneck" wurde schnell zum bevorzugten Ziel der Nerf-Gun-Gang.

Übrigens: Zurzeit ist die Auswertung der Testergebnisse in vollem Gange. In den kommenden Tagen wird dann die diesjährige Ausgabe des Mähroboter-Vergleichstests auf futurezone.at veröffentlicht.