Fuel shortages continue in Atlanta, Georgia, after cyberattack on Colonial Pipeline

© EPA / ERIK S. LESSER

Netzpolitik

10 Millionen Dollar Belohnung für Hinweise zu Pipeline-Hackern

Nach einem Cyberangriff auf die größte Benzin-Pipeline der USA, richtet sich das Außenministerium nun an die Öffentlichkeit, um die Verantwortlichen zu finden. Am Donnerstag wurde in Washington verkündet, dass für Hinweise zu den Drahtzieher*innen bis zu 10 Millionen US-Dollar Belohnung zu erwarten sind.

Man sucht nach Informationen, die dazu betragen, Führungsfiguren der internationalen Hackergruppe DarkSide zu identifizieren oder aufzuspüren. Zusätzlich wurden bis 5 Millionen US-Dollar angeboten für Informationen, die zu einer Festnahme oder Verurteilung jeglicher Personen führen, die in Ransomware-Attacken der Gruppe verwickelt seien. Dies sind Attacken, bei denen Hacker*innen die Rechner angegriffener Unternehmen verschlüsseln und hohe Summen für die Freigabe der Systeme verlangen.

FILE PHOTO: A gas station is seen out of gas in Washington

Durch den Cyberangriff ist es in Teilen des Landes zu Benzinengpässen gekommen.

Hackerangriff führte zu Kraftstoffmangel

Die Gruppe DarkSide war nach Einschätzung der US-Regierung für den großangelegten Hackerangriff auf die größte Benzin-Pipeline der USA verantwortlich. Das Unternehmen Colonial Pipeline hatte Anfang Mai mitgeteilt, Opfer einer Cyberattacke geworden zu sein. In der Folge wurde der Betrieb der Pipeline, durch die etwa 45 Prozent aller an der US-Ostküste verbrauchten Kraftstoffe laufen, zeitweise komplett eingestellt.

Colonial Pipeline beliefert mehr als 50 Millionen Amerikaner*innen sowie das US-MilitärDie Hacker waren damals in das Computernetzwerk des Pipeline-Betreibers eingedrungen und hatten Lösegeld in Millionenhöhe gefordert. Das Unternehmen gab nach und zahlte.

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