© epa/Sascha Steinbach Illustration

Netzpolitik

Auch Iran will Telegram verbieten

Die iranische Justizbehörde hat offiziell das Verbot der im Land beliebten Kommunikations-App Telegram angeordnet. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim soll es ab sofort gelten. Nach monatelangen Diskussionen haben sich damit letztendlich Klerus und Hardliner gegen Präsident Hassan Rouhani, der für ein freies Internet ist, durchgesetzt. Das Verbot wird von Beobachtern als eine schwere innenpolitische Niederlage für Rouhani, seine Regierung und die gesamte Reformbewegung im Land eingestuft. Wegen der Verschlüsselung ist Telegram bei Oppositionellen in vielen Ländern beliebt.

Mit Telegram kann man wie bei WhatsApp oder dem Facebook Messenger chatten, Fotos und Videos austauschen oder telefonieren. Die App ermöglicht auch, bestimmte Kanäle zu abonnieren. Auch ein Moskauer Gericht hatte eine Blockade des Chatdienstes Telegram in Russland angeordnet, wogegen am Montag tausende Menschen demonstrierten. Hintergrund ist, dass der Geheimdienst FSB verlangt, die Verschlüsselung des Programms zu bekommen.

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