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Netzpolitik

Behörde prüft Sicherheitslücke bei Leihräder-Anbieter oBike

„Es wird ein Prüfverfahren eingeleitet. Dieses Verfahren ist ergebnisoffen“, sagte der Sprecher der Datenschutzbeauftragte gegenübe der dpa. Der Bayerische Rundfunk hatte Ende November über eine Sicherheitslücke bei oBike berichtet. Demnach waren Namen, Kontaktinformationen, Profilfotos und Bewegungsdaten von Nutzern aus aller Welt mindestens zwei Wochen lang offen im Internet einsehbar.

Sicherheitslücke aufgedeckt

Laut BR-Recherchen haben die Social-Media-Funktionen der oBike-App den Zugriff auf die Daten ermöglicht. Das Unternehmen bestätigte auf Anfrage, dass es im November ein Sicherheitsproblem gegeben habe. Dieses sei jedoch binnen einer Woche behoben worden und habe „maximal 100 Nutzer“ in Deutschland betroffen. „Es besteht laut Angaben der IT-Abteilung kein Sicherheitsrisiko mehr“, teilte eine Sprecherin mit.

oBike hat seinen Hauptsitz in Singapur und wurde erst im vergangenen Jahr gegründet. In Deutschland ist das Unternehmen mit insgesamt rund 8000 Fahrrädern in Berlin, München, Frankfurt am Main und Hannover vertreten. Auch in Wien ist das Unternehmen vertreten, teilte zuletzt aber mit, dass die vorhandene Leihräder-Anzahl von 1800 auf 1000 Stück drastisch reduziert werde.

Als Grund nannte oBike Vandalismus. In Wahrheit dürfte der Rückzug aber auch darin begründet sein, dass die Stadt Wien deftige Strafen für falsch abgestellte Räder angekündigt hat. Auch in München wird die Flotte stark verkleinert.

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