Netzpolitik
12.12.2017

Blockchain-Projekt der Stadt Wien startet

Die Stadt Wien startet in zwei Tagen mit ihrem ersten Blockchain-Projekt. Die Technologie soll zur leichteren Überprüfbarkeit von öffentlichen Daten eingesetzt werden.

Bei Blockchain handelt es sich um ein dezentrales Register in einem Personen-zu-Personen-Netzwerk. Durch die Nutzung dieser Technologie können Teilnehmer Transaktionen ohne eine zentrale Autorisierungsstelle durchführen und bestätigen. Die Stadt Wien startet am 14. Dezember nun ihr erstes Pilotprojekt dazu, an dem Tag wird die Plattform offiziell gelaunched. Die Prüfsummen der Open Government Data der Stadt Wien werden auf der öffentlichen Blockchain abgelegt: So können alle Nutzerinnen und Nutzer sowohl die Echtheit überprüfen, als auch den Erstellungs- oder Änderungszeitpunkt der Dokumente jederzeit online nachvollziehen.

Vorreiter

Die Stadt Wien ist damit im deutschsprachigen Raum tatsächlich als erstes dran. „Das Pilotprojekt, das wir mit Unterstützung von EY umgesetzt haben, macht die Stadt Wien zur Vorreiterin bei der Implementierung der Blockchain in der öffentlichen Verwaltung“, so die CIO der Stadt Wien, Ulrike Huemer. Ingesamt arbeiten mehrere Experten der MA 14, dem „ Blockchain Kompetenzzentrum EY“ und Entwicklern der Stadt Wien daran.

Die Plattform wurde von Entwicklern der Stadt Wien innerhalb eines Zeitraums von rund vier Monaten aufgebaut. EY hat das Projekt federführend begleitet, das Projektmanagement verantwortet und die Architektur der neuen Plattform von der Konzeption bis hin zur Integration in die städtische Open Government Data Plattform data.gv.at entwickelt.

Verwaltungsdaten

Wie bereits berichtet geht es im ersten gemeinsamen Pilotprojekt darum zu erforschen, wie die Blockchain-Technologie zur Sicherung der Integrität von Open Government Data (OGD) eingesetzt werden kann. Hierbei handelt es sich um öffentlich zugängliche Verwaltungsdaten der Landeshauptstadt. Etwaige Änderungen an diesen Daten und deren Korrektheit sollen durch die sogenannte Blockchain dokumentiert und für jeden User einsehbar gemacht werden. Diese ist eine Art transparente Datenbank, in der jede Änderung für die Mitglieder nachvollziehbar ist. Damit sollen die „Wiener Prinzipien“ des IKT-Bereichs der Stadt unterstützt werden.

Das Projekt bildet die Grundlage für weitere Anwendungsfälle der Blockchain. Schon jetzt arbeiten EY und die Stadt Wien an einem Folgeprojekt.